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05.02.2010 13:33
Ex-SPÖ-Ortsparteichef wechselt von SPÖ zu Grünen
Günter Ranftl: Niessl-Mobilisierung rund um Eberau war "Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat
Eisenstadt (5.2.2010) - Burgenlands Grüne bekommen im Vorfeld der Landtagswahl Unterstützung: Günter Ranftl, bis zum Vorjahr SPÖ-Ortsparteiobmann in Großpetersdorf und ehemaliger Primar im Krankenhaus Oberwart, wurde als neuer Mitstreiter im Bezirk Oberwart präsentiert. Er sei "immens erfreut", das Ranftl die Zivilcourage aufbringe und zu den Grünen komme, so Spitzenkandidat Michel Reimon bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.
Ranftl: "Für mich war es kein einfacher Prozess, da ich 33 Jahre lang in der Sozialdemokratie verankert gewesen bin". Der soziale Einsatz für die Benachteiligten dieser Gesellschaft sei für ihn immer ein wichtiger Aspekt gewesen, sagte Ranftl: "Die SPÖ ist eine Partei geworden, die die Benachteiligten und sozial weniger Etablierten nicht mehr in dem Ausmaß unterstützt, wie ich es für notwendig halte."

Kulminationspunkt für ihn sei die Vorgangsweise von Landeshauptmann Niessl rund um das geplante Erstaufnahmezentrum in Eberau, das Niessl als "größten Anschlag in der Geschichte des Burgenlands" bezeichnet hatte. "Das war für mich der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht hat", so Ranftl. Mit einer derartigen Stimmungsmache am rechten Rand würden Werte wie Solidarität mit Schwachen dem kurzfristigen Ziel einer Landtagswahl geopfert um einen Preis, der Ranftl einfach zu hoch sei. In der SPÖ vermisse er "eine grundsätzliche Überzeugungshaltung" im Hinblick auf die Asylfrage. Deshalb habe er die Konsequenzen gezogen, sei aus der Partei ausgetreten und habe sich den Grünen angeschlossen.
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