Schriftgröße + Schriftgröße - Schriftgröße

Mo, 22.03.2010

Autor

LANDTAGSABGEORDNETER GRüNE

Joško Vlasich

03.02.2010 13:58

Vlasich: Neueinstieg in den Biolandbau muss weiterhin gefördert werden

Grüne fordern sofortige Reparatur des Agrar-Umweltprogramms ÖPUL

(Eisenstadt, 3.2.2010) – „Das Agrarumweltprogramms ÖPUL 2007-2013 muss sofort repariert werden. Der Neu-Einstieg in die Biologische Landwirtschaft muss auch in den kommenden Jahren im Rahmen des Programms ermöglicht werden“, so Grün-Landessprecher Joško Vlasich.

Dass Minister Berlakovich sich auf die neue Agrarpolitik ab 2014 beruft, sei eine Ausrede. „Der Einstiegstopp für Bio ist ein verheerendes Signal des Stillstandes und eine gravierende Fehlentscheidung der ÖVP-Agrarpolitik. Minister Berlakovich hätte längst Verhandlungen mit der EU-Kommission aufnehmen müssen, um den strategischen Fehler, den sein Vorgänger Pröll bei der Konzeption des Programms begangen hat, zu reparieren“, so Vlasich.

Absurd sei dieser Einstiegstopp auch deshalb, weil der Biolandbau durch den Verzicht auf energieintensive Pflanzenschutz- und Düngemittel, den Aufbau gesunder Humusböden zur CO2-Bindung und Tierhaltung im ökologischen Kreislauf einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leiste. So seien - bezogen auf die Fläche - die CO2-Emissionen in der pflanzlichen und tierischen Produktion um 30 bis 66 Prozent geringer. Dies werde durch eine Studie der Universität für Bodenkultur klar belegt.

Die ÖPUL-Betriebe hatten im Herbst 2009 letztmalig die Möglichkeit, in die Maßnahme Biologischer Landbau einzusteigen und damit ab 2010 die Bio-Förderung zu erhalten. Nun gilt ein Einstiegsstopp in die Bio-Förderung bis Ende 2013. „Diese Maßnahme ist ökologisch kontraproduktiv und widerspricht auch klar der Zielsetzung des Bio-Aktionsprogramms, wonach der Anteil von Bio-Flächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche bis 2010 auf 20% gesteigert werden soll (derzeit 13,4 Prozent)“, so Vlasich.





Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang
  • Drucken