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Krankenhaus Neusiedl am See

Wer von Parndorf über Neusiedl am See Richtung Seewinkel unterwegs ist, muss sich lange gedulden, ehe zwischen Gewerbeparks, Einkaufszentren und Bausünden ein Stück Natur zum Vorschein kommt. An der B51 sind durch jahrzehntelange Bebauung die Gemeinden praktisch zusammengewachsen. Das ändert sich, je näher man an das Gemeindegebiet von Gols kommt: hier herrscht die Farbe Grün. Der Blick in den Nationalpark vom Ungerberg aus ist bei jedem Wetter einen Ausflug wert.

Doch das alles könnte sich schon sehr bald ändern, geht es nach der Alleinregierung und Landeshauptmann Doskozil. Direkt am Kreisverkehr des Autobahnzubringers soll nach seinem Willen ein mehrstöckiges Krankenhaus entstehen – samt Parkplätzen, Hubschrauberlandeplatz und Zubringerstraßen. Rund 80.000 m2 Boden sollen dort betoniert werden. Warum ausgerechnet dieses Grundstück dafür ausgewählt wurde, verschweigt die SPÖ.

"Wir haben vom Ungerberg einen traumhaften Blick über den See bis zum Schneeberg. Hier können Familien Kraft in der Natur tanken und sich erholen."
Georg Tischler, Bezirkssprecher Neusiedl am See

"So ein komplexes und weitreichendes Projekt darf nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Wir wollen den besten Standort für ein Krankenhaus, bei dem nicht Natur und Umwelt draufzahlen."
Klubobfrau Regina Petrik

Die GRÜNEN fordern jene Standortanalyse, die die SPÖ offiziell als Grundlage für ihre Entscheidung verwendet. Diese wurde den Abgeordneten bisher verweigert. Die GRÜNEN im Gemeinderat als auch Bezirkssprecher Georg Tischler betonen, dass es sich hier um einen Standort in der Sichtzone des UNECSO-Welterbes und innerhalb des Europaschutzgebietes handelt.

 

Sobald der erste Bagger an diesem Standort beim Kreisverkehr aufgefahren ist, wird der Druck steigen, auch Nachbargrundstücke zu betonieren. Den Beweis liefern tausende Bausünden im gesamten Burgenland. Daher muss diese Beton-Büchse der Pandora unter allen Umständen geschlossen bleiben.

Wir haben durch mehrere parlamentarische Anfragen herausgefunden, dass das Land direkt in der Bezirkshauptstadt Neusiedl am See ein großes Grundstück besitzt. Das Bezirkskrankenhaus hier zu bauen, spart also Millionen an Steuergeld.

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