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Natur statt Beton

Bodenschutz ist Klimaschutz

Die Sache ist heiß. Während uns die Burgenland-Werbung blühende Wiesen und erfrischende Gewässer zeigt, geht täglich massenhaft wertvoller Boden verloren – und zwar an den Asphalt. Dazu kommen dann noch breite Straßen und hunderte Parkplätze, denn erreichbar sind Einkaufszentren und Gewerbegebiete nur mit dem Auto.

Das neue Raumplanungsgesetz erlaubt künftig sogar allen BürgermeisterInnen in „Abwanderungsregionen“, Bauland entgegen der Raumordnung zu widmen! Zersiedelung und noch mehr Flächenverbrauch sind die Folge.

Dieses Zubetonieren führt dazu, dass Oberflächenwasser nicht mehr versickern und CO2 nicht mehr im Boden gespeichert werden kann. Diese Bodenversiegelung verstärkt damit die Klimakrise.​

Mit unserer Kampagne “NATUR STATT BETON“ wollen wir darauf aufmerksam machen. Und wir zeigen auf, was wir dagegen tun können, ganz konkret in der Gemeinde und in der Landespolitik. Wenn viele mitmachen, wenn wir gemeinsam Druck machen, erhalten wir den Boden als wertvollen Verbündeten gegen die Klimakrise.

Ich hoffe im Sinne der Zukunft und der Lebensqualität unserer Kinder und Enkelkinder, dass uns das gelingt!​

Regina Petrik
Landessprecherin der GRÜNEN und Klubobfrau im Burgenländischen Landtag​​

Warum ist unser Boden so wichtig?


Grüne Lösungen für mehr Klimaschutz

  • Grundstücke werden nur dann als Bauland gewidmet, wenn dafür woanders Bauland zu Grünland rückgewidmet wird.
  • Wohnhäuser werden nur mehr innerhalb der Siedlungsgrenzen gebaut.
  • Keine neuen Einkaufszentren an den Ortsrändern und Belebung der Ortskerne fördern.
  • Leer stehende Gebäude nutzen, statt für neue Gewerbegebiete Boden zu versiegeln.
  • Bauvorschriften für bodenschonendes Bauen.
  • Parkplätze mit Rasengittersteinen versehen und zugleich als Standorte für Schatten spendende Photovol-taik-Anlagen nutzen.
  • Steuerliche Anreize und Förderungen zur Revitalisierung alter, leerstehender Bausubstanzen und wirksame Leerstandsabgabe.
  • Einrichtung einer österreichweiten Leerstandsdatenbank.​

Bodenverbrauch in Zahlen


VERSIEGELTER BODEN


Versiegelter Boden ist toter Boden und zwar nicht nur an der Oberfläche, sondern auch weit in die Tiefe gehend. Da durch Asphalt oder Beton kein Austausch mit der Oberfläche stattfinden kann, ist der Boden auch für Lebewesen und Pflanzen völlig uninteressant und bietet keine Lebensgrundlage.

Der aktuelle Dreijahresmittelwert des Bodenverbrauchs in Österreich (2019) entspricht mit 44km² ca. der Fläche von Eisenstadt – oder 16 Fußballfelder
täglich. Allein im Jahr 2019 haben wir jede Minute 30,8 Quadratmeter Ackerfläche verloren.

Toter Boden bedeutet:
  • mehr Hitze im Sommer
  • Beschleunigung der Klimakrise
  • weniger Boden als CO2-Speicher
  • weniger Wasseraufnahme bei Starkregen
  • weniger regionale Lebensmittel
  • weniger Natur und Grünraum
Schuld daran sind:
  • Straßenbau
  • immer mehr und größere Einkaufszentren
  • immer mehr Supermärkte am Ortsrand
  • wachsende Siedlungsgebiete
  • riesige Parkplätze
  • Wirtschaftsgelände
Daher fordern wir:
  • Öffiausbau statt Straßenbau
  • gestärkte Ortskerne, statt Shoppingzentren am Ortsrand
  • Parkplätze unter oder auf die Gebäude
  • Wo möglich, Entsiegelung von Leerstand
  • Leerstandsmanagment und Nachnutzungspflicht
  • Stopp von Shoppingzentren und Supermärkten am Ortsrand​

WALDBODEN


Waldböden sind in der Regel nährstoffarme Böden, deren oberste Schicht fast immer von Laub oder Nadeln bedeckt ist. In dieser Deckschicht herrschen ideale Bedingungen für viele Mikroorganismen und Bodentiere, die herabgefallene Blätter, Nadeln und Äste zersetzen und daraus Humus bilden. Durch die vollständige Umwandlung eines Teils der Humusschicht in eine mineralische Form, werden wichtige Nährstoffe freigesetzt, die durch die Wurzeln der Bäume wieder aufgenommen werden können. Dieser Kreislauf macht den Wald und den Waldboden so einzigartig, der im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Böden völlig ohne Düngung auskommt.

Waldböden speichern viel Wasser und CO2, damit ist der Wald ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz.
Regenwasser sickert nur langsam in die tieferen Bodenschichten und steht als gefiltertes und klares Trinkwasser uns Menschen zur Verfügung. Der Waldboden ist auch ein hervorragender Kohlenstoffspeicher: im Humus und im Mineralboden können zw. 100 und 140 Tonnen CO2 je Hektar gespeichert werden.​​