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am 8. Oktober

Landesversammlung: Resolution der grünen Basis

Die Redaktion - Wir fordern: Kein Fleisch aus Massentierhaltung in Kindergärten und Tagesheimen.

Die 48. Landesversammlung der GRÜNEN Burgenland am Donnerstag im Mattersburger Florianihof stand unter dem Motto "radikale Ziele - klare Botschaften". Auf Initiative der grünen Basis wurde einstimmig eine Resolution beschlossen, nach der in Burgenländischen Kindergärten und Tagesheimen kein Fleisch aus industrieller Massentierhaltung mehr auf den Teller kommen soll. Weiters wurden von der Landesversammlung die 12 Burgenländischen Delegierten für den GRÜNEN Bundeskongress gewählt, der am 17. November in Wien stattfindet.

RADIKALE ZIELE - KLARE BOTSCHAFTEN

Die vergangenen Monate standen bei den GRÜNEN unter dem Motto: Öffnung und Gespräche führen. In der Veranstaltungsreihe „Politik weiter_denken“ kamen Fachleute und außenstehende BeobachterInnen mit PolitikerInnen, FunktionärInnen, Mitgliedern und AktivistInnen der GRÜNEN ins Gespräch. Auf österreichweiten Kongressen und in persönlichen Zuschriften fanden Reflexion und Dialog statt. „Nun stehen wir hier und fangen an, die grüne Zukunft in Österreich, im Burgenland zu gestalten“, zeigt sich die grüne Landessprecherin, Regina Petrik, zuversichtlich, dass der Neustart gelingen wird. „Die Übersiedlung unseres Büros hat dabei nicht nur Einsparungseffekte, sondern auch Symbolcharakter. Von einem Standort im zweiten Stock wechselten wir auf Straßenniveau und ließen dabei auch vieles zurück. Wir haben genau überlegt, was wir für den Wiederaufbau mitnehmen und was wir hinter uns lassen wollen.“

Petrik kündigt an, dass die GRÜNEN in Zukunft in ihren Zielen wieder radikaler, in ihren Botschaften klar, in der Umsetzung konkret und im Handeln unerschrocken sein werden: „Es geht nicht mehr darum, da und dort ein kleines Rädchen zu drehen, um die Welt ein wenig besser zu machen. Wir brauchen eine grundlegende sozial-ökologische Transformation und arbeiten an einer radikalen Wende in der Klimapolitik, in der Verkehrspolitik, in der Landwirtschaftspolitik, im Wirtschafts- und Steuersystem, in der Bildungspolitik und im Verständnis von Sozialpolitik.“

ÖKOPOLITIK IST GERECHTIGKEITSPOLITIK - AUCH IM BURGENLAND

Auch im Burgenland gilt für die GRÜNEN: „Öko-Politik ist immer zugleich Gerechtigkeitspolitik“, so Regina Petrik. „Die ersten Opfer einer verfehlten Klimapolitik sind immer die Menschen mit niedrigem Einkommen und wenig Gestaltungsspielraum. Daher sprechen wir auch von Energiegerechtigkeit. Wenn es zum Beispiel immer heißer ist, ist die Lösung nicht, energieraubende und kostenintensive Klimaanlagen zu installieren, sondern die natürliche Klimaanlage Boden zu schützen. Das können wir hier im Burgenland ganz konkret tun.“ Als weitere Beispiele dafür nennt Petrik die Verkehrspolitik, die umweltfreundliches Verkehrsverhalten unterstützen und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel ermöglichen muss und das Ziel der GRÜNEN, das Burgenland zu einem landwirtschaftlichen Bioland zu machen.

WAHLEN IM JAHR 2019

Die große nächste Herausforderung sind die Wahlen für das Europäische Parlament. Bereits da wird sich entscheiden: Werden in Europa die nationalistischen Kräfte den Zerfall der EU vorantreiben, oder gelingt eine Erneuerung der Union, die durch Zusammenhalt und Reformwille geprägt ist. Auch auf EU-Ebene wird es nur mit gestärkten GRÜNEN eine verlässliche Stimme für Klimaschutz und globale Verantwortung geben.

Im Jahr 2019 finden auch AK-Wahlen statt, zu denen die ALTERNATIVEN, UNABHÄNGIGEN UND GRÜNEN Arbeitnehmerinnen (AUGE) erneut antreten werden. Als Gastredner stellt Markus Koza, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied des ÖGB-Bundesvorstands, die Eckpunkte grüner ArbeitnehmerInnen-Politik vor.