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am 3. Oktober

Schluss mit Diskriminierung von Frauen im ländlichen Raum

Irmi Salzer - Es braucht klare politische Rahmenbedingungen.

Die Gemeinderatswahlen im Burgenland brachten zwar einen höheren Frauenanteil in den Rängen der Bürgermeister und auf den Gemeinderatssitzen, der politische Alltag offenbart aber eine noch weit verbreitete Diskriminierung von Frauen im ländlichen Raum. So musste sich eine Bürgermeisterkandidatin der GRÜNEN sagen lassen, sie solle lieber zu ihren zwei Kindern nach Hause gehen und im Südburgenland wollte eine Gemeinde den Posten eines Gemeindetechnikers lieber unbesetzt lassen, als eine hochqualifizierte Frau einzusetzen.


Eine, die den Einzug in den Gemeinderat im Südburgenland auf Anhieb geschafft und dabei der FPÖ ein Mandat abgerungen hat, ist Irmi Salzer aus Litzelsdorf. Die Biobäuerin ist auch Kandidatin der GRÜNEN für den Nationalrat und weiß, wovon sie spricht, wenn sie sich für die Frauen im ländlichen Raum stark macht.

Abwanderung von Frauen hat ihre GründE


„Die Lebens- und Arbeitspraxis von Frauen in den ländlichen Regionen braucht wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Zu stark haben sich die Bedingungen dort geändert. Auch wenn Mädchen und Frauen heute selbstbestimmter leben, so sind die Rollenvorgaben im ländlichen Raum immer noch restriktiver als in der Stadt“, wird Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN, nicht müde aufzuzeigen.

„Es ist kein Zufall, dass vor allem gut gebildete junge Frauen in die städtischen Regionen abwandern.“
Irmi Salzer, Kandidatin für den Nationalrat

„Frauen, die in ländlichen Regionen leben, leisten ihren Beitrag für Wirtschaft und Gesellschaft mit einer großen Selbstverständlichkeit, die gesellschaftliche Anerkennung dafür bleibt dabei aber oftmals aus“, weiß Irmi Salzer, die sich besonders für Frauen in der Landwirtschaft einsetzt. „Frauen leisten einen enormen Teil der Arbeit in den landwirtschaftlichen Betrieben. Der Anteil von Frauen als Betriebsleiterin ist im internationalen Vergleich bei uns sehr hoch. Nichtsdestotrotz wird die Landwirtschaft weiterhin als männliches Gewerbe wahrgenommen.“

Frauen setzen Initiativen

Frauen sind in den ländlichen Regionen oftmals Vorreiterinnen bei der Umsetzung eines nachhaltigen oder nachhaltigeren Lebensstils sind. Das ist auch ein Grund dafür, dass sich bei den GRÜNEN im Burgenland so viele Frauen engagieren. Das Interesse am Schutz von Umwelt und Natur, an kleinräumigen Wirtschaftsbeziehungen aber auch an ehrenamtlichen sozialen Tätigkeiten ist bei Frauen sehr hoch.     

Politik muss Rahmenbedingungen gegen Abwanderung schaffen

       

Mit der Abwanderung von vor allem jungen Frauen muss sich die Politik auseinandersetzen und dafür Sorge tragen, dass die beruflichen Chancen und die persönliche Entfaltung am Land gestärkt werden. Die GRÜNEN haben ein klares Ziel, das Regina Petrik so beschreibt: „Frauen quer durch alle Einkommens- und Bildungsschichten sollen im ländlichen Raum ein Leben in Selbstbestimmung und -entfaltung führen können. Für Frauen mit Behinderungen gilt dies ebenso, ihnen muss ein Unterstützungsmaßnahmen wie z.B. die persönliche Assistenz zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen, dass Frauen in den Regionen mit ihren Leistungen sichtbarer werden und zunehmend in Entscheidungspositionen eingebunden sind. Ganz besonders dringlich ist dafür ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, das umfassende und leistbare Mobilität in ländlichen Regionen ermöglicht.“

GRÜNE Politik für Frauen im ländlichen Raum im Nationalrat


Irmi Salzer wird sich, sollte sie auch den Sprung in den Nationalrat schaffen, gemeinsam mit den GRÜNEN in Bund und Land für folgendes einsetzen:

  • ​Nachhaltige öffentliche und halb-öffentliche Mobilitätskonzepte und Einbindung von mehr Frauen in der Verkehrs- und Regionalplanung
  • Aufwertung der Leistungen von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben und Förderung der kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe
  • Mentoringprogramme und politische Bildung für Frauen
  • Quotenregelungen in Gremien der Landwirtschaftskammer
  • Flexible, qualitativ hochwertige und leistbare Kinderbetreuungsmöglichkeiten und betriebliche Modelle der Kinderbetreuung beispielsweise im Tourismus
  • Ausbau von Breitband-Internet und Erhöhung der Möglichkeiten, Top-Positionen und hochqualifizierte Tätigkeiten auch dezentral zu verrichten und flexible Arbeitszeitformen zu gestalten
  • Sicherstellung der Nahversorgung und Erhalt bzw. Ausbau der öffentlichen Dienstleistungen (Post, Schulen, Gesundheitsversorgung sowie Arbeitsmarktvermittlung)