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am 12. September

KUZ Mattersburg - Volksanwaltschaft bestätigt GRÜNE Kritik

Wolfgang Spitzmüller - Der Skandal um den Neubau des KUZ Mattersburg weitet sich aus. Nach versteckten Gutachten und Kritik von ExpertInnen bestätigt nun die Volksanwaltschaft die Kritik der GRÜNEN am Bescheid des Bundesdenkmalamtes.

Volksanwältin Gertrude Brinek ortet im Bescheid des Denkmalamtes Widersprüche und hält ihn für nicht nachvollziehbar. „Das Vorgehen der Behörde ist daher nicht rechtmäßig,“ so Brinek, laut BVZ.

Damit wird die massive Kritik von Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN
bestätigt, der bereits im Dezember 2016 auf folgenden Widerspruch hingewiesen hatte: Das
Bundesdenkmalamt hatte, in der Bescheidbegründung, einerseits ganz klar auf die hohe geschichtliche, kulturelle und künstlerische Bedeutung des gesamten Baus hingewiesen und von einer „Beeinträchtigung des österreichischen Kulturgutbestands“ bei Verlust desselben gesprochen. Andererseits wird dann im gleichen Papier, aber im Bescheidspruch der Abbruch des Großteils ermöglicht und lediglich eine Außenmauer unter Schutz gestellt.



„Leider hatte Bürgermeisterin Salomon nicht die Stärke, einen offensichtlichen Missstand zu beeinspruchen, obwohl ihr die Plattform einen fertigen Einspruch zur Verfügung gestellt hatte.“
Sabrina Richter, Gemeinderatskandidatin Mattersburg

Die Mattersburger Bürgermeisterin Salomon hat die berechtigte Kritik ignoriert und nicht, wie gefordert, einen Einspruch beim Verwaltungsgericht eingereicht. Spitzmüller abschließend: „Es ist an der Zeit,
dass Landesrat Bieler hier die Reißleine zieht und endlich Weitblick und Verantwortung beweist. Die
unrühmliche Rolle, die das Denkmalamt hier spielt, gehört auf Bundesebene längst behandelt. Das
KUZ Mattersburg ist bei weitem nicht der einzige Fall, bei dem das Bundesdenkmalamt mehr als fragwürdig agiert und sich scheinbar parteipolitischer Einflussnahme nicht erwehren kann.“