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am 20. März

EU-Uhudler-Verbot muss abgeschafft werden

Wolfgang Spitzmüller - Die Pflanzung von Direktträgern, wie dem Uhudler, zum Zweck der Weinproduktion ist europaweit nach wie vor verboten. Derzeit werden aber im Rahmen der Verhandlungen über die neue Gemeinsame Agrarpolitik auch die Marktordnungsregelungen für Wein neu ausgestaltet. Für Uhudler und Co soll nur eine Ausnahmeregelung für historische Weingärten gelten.

Zurzeit gibt es 200 bis 300 Hektar im Burgenland und ungefähr 40 in der Steiermark. Mehr dürfen es nicht werden, wenn es nach den Verantwortlichen im Landwirtschaftsministerium und in den Weinbauvereinen geht. Sie sind mit fadenscheinigen Argumenten gegen eine Abschaffung des Auspflanzungsverbots. Angesichts der Vorteile von Direktträgern und der zunehmenden Nachfrage der KonsumentInnen wäre es ein Witz, wenn das Angebot künstlich beschränkt würde, meinen die GRÜNEN.

Thomas Waitz (EU-Abgeordneter der GRÜNEN) setzt sich als Verhandler im Agrarausschuss des EU-Parlaments dafür ein, dass in Gebieten, wo es eine Tradition des Anbaus von Direktträgersorten gibt, auch neu  ausgepflanzt werden darf.​


„Die Kurzsichtigkeit der Bundesregierung gefährdet die Entwicklung des Kultweins Uhudler. Es ist mir unbegreiflich, dass man jahrelang für die Ziel1-Region Südburgenland gekämpft hat und jetzt ein Zugpferd für Land­wirt­schaft und Tourismus grad im Südburgenland behindern will.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

Direktträger sind resistent gegen verschiedene Krankheiten, Schädlinge und Pilze und benötigen keine Pestizide. Sie können also als besonders nachhaltige Kulturen betrachtet werden und tragen zur biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft bei.

„Wir fordern Ministerin Köstinger auf, sich auf Ratsebene für eine Regelung einzusetzen, die die Entwicklung von Uhudler und Co unterstützt, anstatt sie zu behindern– im Sinne der Weinbäuerinnen und -bauern, der KonsumentInnen, der Ländlichen Entwicklung und des
nachhaltigen Tourismus“, so Waitz und Spitzmüller unisono.

„Wir haben derzeit die Chance, den Uhudler und andere beliebte Direktträger endlich zu legalisieren. Ministerin Köstinger und die Weinbauvereine jedoch setzen sich weiter für ein Verbot ein, anstatt die Entwicklung der resistenten und zunehmend nachgefragten Nischen-Weine zu unterstützen.“
Thomas Waitz, Landtagsabgeordneter