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am 23. Februar 2015

Neues Weingütesiegel ist ein Marketing-Gag

Wolfgang Spitzmüller - Der Grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller spricht sich klar für den Bioweinbau und gegen Halblösungen aus, die Konsumenten verwirren.

Ein neues Nachhaltigkeitsiegel für Wein soll ökologischen Wein kennzeichnen. Für den Grünen Landtagsabgeordneten und Biobauern Wolfgang Spitzmüller handelt es sich hierbei lediglich um Marketingmaßnahmen, denn "es gibt mit dem Bioweinbau bereits eine ökologische und nachhaltige Weinproduktion, die Dank strenger Kontrolle auch noch zuverlässig ist. Es braucht keine zusätzlichen Gütesiegel, die nur zur Verwirrung der KonsumentInnen beitragen."

Alleine an der Argumentation von Landesrat Liegenfeld ist zu erkennen, wie wenig hier das Verständnis für den Biolandbau vorhanden ist, meint der Grüne Abgeordnete. Liegenfeld sagt sinngemäß: "Ein Betrieb, der vielleicht 30-, 40-, 50-mal durch seine Rebgasse fährt, um dadurch seinen Boden unkrautfrei zu halten, ist nicht nachhaltig."

Kein vernünftiger Betrieb fährt so oft in seinem Weingarten, vielmehr gehen Bioweinbauern/bäuerinnen sehr oft zu Fuß in ihre Anlagen, um zu beobachten und rechtzeitig Maßnahmen zu setzen. Unkrautfrei wird der Boden vor allem durch gezielte Begrünung gehalten. "BiowinzerInnen denken hier zumeist ganz anders wie ihre KollegInnen im koventionellen Bereich," meint Spitzmüller. "Der Biolandbau ist grundsätzlich DER vernünftige und nachhaltige Weg in der Landwirtschaft, da braucht es keine Halblösungen."