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am 6. Juni

Regina will´s wieder wissen: Als Pflegekraft

Die Redaktion - Landessprecherin Regina Petrik absolviert wieder ein Kurzpraktikum. Wie bereits in den Jahren 2014, 2016 und 2017 blickt sie dabei hinter die Kulissen diverser Berufe und will ganz genau wissen, wie der Arbeitsalltag der Mitarbeiter*innen aussieht, welche Herausforderungen dabei auftreten und welche politischen Maßnahmen sich daraus ableiten lassen können. Diesmal ist sie im Pflege-Einsatz!

„Beim ,Zukunftsplan Pflege‘ des Landeshauptmannes geht es sehr viel um Zahlen, wie etwa um die notwendige Größe eines Heims. Berechnungen sind natürlich auch wichtig, was mir aber fehlt, ist der Mensch an sich. Es geht mir um verschiedene Perspektiven“. Mit diesem Anspruch startet Regina Petrik in den Berufsalltag als Pflegekraft des Altenwohn- und Pflegeheims in Steinbrunn. Regina Petriks erster Arbeitstag besteht vor allem aus zahlreichen Gesprächen, dem Auffüllen von Gläsern, der Mithilfe beim Verbandwechsel und vielen anderen kleinen Handgriffen. Die Bewohner*innen freuen sich über den ehrlichen Einsatz Petriks. „Man merkt schon sehr, dass hier alles auf die Beziehung zueinander aufgebaut ist“, zeigt sich Regina Petrik von der familiären Atmosphäre begeistert, mit der sie die Bewohner*innen von Beginn an aufgenommen haben.

Dass es neben der positiven Stimmung im Heim auch gravierende politische „Baustellen“ gibt, ortet Petrik bereits am ersten Tag im Gespräch mit der Heimleiterin Petra Thek. Diese kritisiert vor allem, dass sie als Betreiberin eines kleinen Heimes von der Politik nicht recht wahrgenommen wird. „Es kränkt, denn es kommt so rüber, als würde man es nur machen, um Gewinn zu erzielen“, meint Thek im Bezug auf die Neuregelung, dass Heime künftig nur noch gemeinnützig betrieben werden dürfen. Für Regina Petrik ein weiteres Puzzle-Stück im Gesamtbild des maroden Pflegeapparates: „Da werden Heimbetreiberinnen wie Frau Thek vor vollendete Tatsachen gestellt, erfahren von solchen Neuerungen aus den Medien und dann sagt ein ,Zukunftsplan Pflege‘, du wirst  von der öffentlichen Hand unterstützt, wenn du in ein großes Haus gehst, aber nicht, wenn es ein kleines ist.“

Der nächste Dienst im Altenwohn- und Pflegeheim von Steinbrunn startet für Petrik bereits kommende Woche. Bis Ende Juni wird sie dort vier Dienste absolviert und dabei wertvolle Erfahrung aus erster Hand gesammelt haben, wie vermutlich kaum ein/-e andere/-r Politiker/-in neben ihr.

Foto Credit: BVZ (Alexandra Gollubics-Prath)​

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