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am 21. Juni

25 Jahre Nationalpark Neusiedlersee - GRÜNE gratulieren

Wolfgang Spitzmüller - Als Erfolgskonzept bezeichnen die GRÜNEN den Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel, der durch sein grenzüberschreitendes Konzept auch ein europäisches Vorzeigeprojekt ist. Klimawandel und fortschreitende Bodenversiegelung könnten aber in der Zukunft auch für den Nationalpark zum Problem werden. Ein umfassender Schutz der Region geht nur mit einem Stopp der Verbauung des Seeufers.

„Der Nationalpark Neusiedlersee ist ein Erfolgskonzept für die gesamte Region. Naturschutz, Naturtourismus, Badevergnügen, Kultur, Land­wirt­schaft - das Gebiet des Sees lässt alles zu. Hier gibt es ein gutes Nebeneinander von streng geschützten Zonen auf der einen und belebtem Freizeitvergnügen auf der anderen Seite.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

Klimakatastrophe - Gefahr für den See

​„Der Neusiedlersee ist einer der wenigen Seen Mitteleuropas ohne nennenswerten Wasserzulauf. Er wird fast ausschließlich durch Regenwasser befüllt und verliert im Hochsommer durch Verdunstung an Wasserstand. Dieser Umstand macht ihn sehr empfindlich in Bezug auf die Klimaerwärmung, die ein mehr an Hitzetagen und ein weniger an Regentagen erwarten lässt“, beschreibt Spitzmüller die Situaton. Und im Klimabericht Österreich findet der Neusiedlersee als einziger See Erwähnung mit der Warnung: „Selbst bei einem mäßigen Absinken des Seepegels werden beträchtliche ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen erwartet“ (Sachstandsbericht Klimawandel 2014, S. 88). Die GRÜNEN fordern daher wiederholt deutliche Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.

„Das Gebiet war schon einmal in Gefahr. Zum Glück konnten frühere Pläne von der Trockenlegung bis hin zu einem Brückenbau durch Widerstand der GRÜNEN und intensivem Engagement der Bevölkerung verhindert werden und sind heute kein Thema mehr.“
Regina Petrik, Landessprecherin

Stopp der Verbauung

Für die GRÜNEN taucht durch die rege Bautätigkeit in der Region allerdings neues Bedrohungspotential auf. „Abseits des Nationalparks braucht es dringend ein Entwicklungskonzept für den See und die Region um den Neusiedlersee, um die zunehmende Verbauung des Sees zu stoppen“, erneuert Petrik eine Forderung der GRÜNEN. Ein entsprechender Antrag der GRÜNEN im Landtag zur Erarbeitung eines Neusiedlersee-Entwicklungskonzepts wurde von den anderen Parteien nicht unterstützt. „Wir bleiben aber dran“, verspricht Petrik. „Das Seeufer darf nicht weiter verbaut werden.“

Besonderes Lob gibt es seitens der GRÜNEN für das Team des Nationalparks rund um Direktor Johannes Ehrenfeldner. Diese leiste sowohl in Flächenmanagement und Forschung als auch in Bildung und BesucherInnen-Betreuung gute Arbeit. Auch als Gastgeber der BirdExperience hat er sich einen weltweiten Ruf erarbeitet und zeigt das Nationalparkteam, wie Bewahrung von Naturraum und Öffnung für die Menschen vereinbar sind.