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am 7. Dezember

Die GRÜNE Klimaschutzstrategie für das Burgenland

Regina Petrik, Wolfgang Spitzmüller - Heuer ist das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Seit 2000 gibt es nur noch zu warme Jahre. Das sind die konkreten Auswirkungen des Klimawandels. Verursacht wird er zum Großteil von Menschen. Die Burgenländische Landesregierung muss endlich tätig werden

Während in Katowice in Polen die UN-Klimakonferenz stattfindet, macht man sich im Burgenland Gedanken darüber, welchen Beitrag ein österreichisches Bundesland zum Klimaschutz leisten kann. "Der Klimawandel schreitet voran und es ist höchste Zeit, dass auf den verschiedensten globalen und lokalen Ebenen gehandelt wird. Es braucht rasche und radikale Maßnahmen, um die Erderwärmung zumindest abzubremsen. Die bisherigen reichen bei weitem nicht aus. Auf Bundesebene braucht es dringendst eine CO2-Besteuerung bei gleichzeitiger steuerlicher Entlastung von Lohnnebenkosten", fordert die Landessprecherin der GRÜNEN, Regina Petrik. "Auf Landesebene ist es höchste Zeit für eine ambitionierte Klimaschutzstrategie, die über allgemeine Willensbekundungen hinausgeht. Diese muss eine radikale Verkehrswende ebenso umfassen wie eine konsequente Energiewende, den Stopp der Bodenversiegelung und eine wirklich ökologische Landwirtschaft." Förderungen des Landes sollten nach Ansicht der GRÜNEN nur mehr an klimafreundliche Projekte vergeben werden und die Landesregierung und die Landesbetriebe sollten als Beleg für ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegen."​

„Auf Landesebene ist es höchste Zeit für eine ambitionierte Klimaschutzstrategie, die über allgemeine Willensbekundungen hinausgeht“
Regina Petrik, Landessprecherin

RANKING BEI GLOBAL 2000 DURCH FALSCHE ANGABEN ERZIELT

Während sich das Burgenland in Bezug auf Klimaschutz nach den objektiven Bewertungskriterien von GLOBAL 2000 im Österreichvergleich auf den hintersten Rängen befindet, bezeichnet die zuständige Landesrätin das Burgenland als „ökologisches Musterland“. Während die SPÖ im Landtag jeden Antrag der GRÜNEN auf Ausstieg aus fossiler Energie im Neubau und das Erstellen einer wirksamen Klimaschutzstrategie zurückweist, kündigt Landesrätin Eisenkopf für 2019 an, genau das zu tun. Demnach solle im Neubau mit Ende 2019 per Gesetz der Einsatz fossiler Energie verboten werden. Das hieße, dass bei Neubauten weder Öl- noch Gasheizungen als Wärmequellen erlaubt wären. „Bei aller Freude, wenn die Landesregierung Anträge der GRÜNEN gegen den Willen des SPÖ-Klubs umsetzen will, klingt es doch etwas naiv, bereits ab Ende 2019 gänzlich auf Gasheizungen verzichten zu können. So eine Ankündigungspolitik ohne Umsetzungssubstanz tut dem Klimaschutz nichts Gutes“, kritisiert Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN. „Das ist eine völlig unglaubwürdige Linie der SPÖ und der Landesregierung.

Unsere Klimaschutzstrategie für das Burgenland im Detail:


  • ​Verkehrswende: radikal und für das ganze Bundesland
  • ​Raumordnungsgesetz: Sicherung des Stopps der Bodenversiegelung
  • Energiewende: konsequenter Ausstieg aus fossiler Energie
  • Landwirtschaftswende: Umstieg auf 100% biologische Landwirtschaft
  • Förderpolitik: Förderungen ausschließlich für klimafreundliche Projekte
  • Nachhaltigkeitsbericht: Erstellung in allen Landesbetrieben und in der Verwaltung