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am 29. März

Dritte Piste betoniert den Klimaschutz nieder

Regina Petrik - Die Entscheidung für den Ausbau des Flughafens bedroht die Gesundheit der Bevölkerung. Daher üben die GRÜNEN scharfe Kritik an der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die Bewilligung zur Errichtung und zum Betrieb einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat entgegen dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshof zu bestätigen.

„Hier wird wieder einmal ein Prestigeobjekt umgesetzt, das aus sachlichen Erwägungen heraus nicht unbedingt erforderlich wäre, aber eine massive Belastung für die Umwelt mit sich bringt.“
Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN Burgenland

760 Hektar Grünland werden zubetoniert und auf die Anrainer kommt eine massive zusätzliche Lärm- und Staubbelastung zu. Es ist unverständlich, warum der Flughafen Wien mehr Lande- und Startpisten brauchen sollte als Flughäfen mit wesentlich mehr Flugbewegungen.

Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bestätigt, dass die Flugbewegungen in den letzten Jahren abgenommen haben, weil die steigende Zahl an PassagierInnen durch größere Flugzeuge ausgeglichen wird. Dazu kommt, dass 40% der von Wien aus getätigten Flugreisen kürzer als 800 Kilometer sind, das ist eine Entfernung, die man mit einem modernen Bahnnetz wesentlich umweltfreundlicher bereisen könnte. Aus Verkehrssicht, so auch die Ansicht des VCÖ, bestehe keine Notwendigkeit für den Bau dieser Piste.

Die GRÜNEN warnen vor den langfristigen Folgen dieser Entscheidung. Der Bau der dritten Piste ist eine extrem klimaschädliche, weil emissionsintensive Maßnahme der Infrastrukturentwicklung. Arbeitsplätze wären langfristig sinnvoller beim grenzüberschreitenden Ausbau des Bahnverkehrs zu schaffen. Wir brauchen klimafreundliche Mobilität und das ist auch möglich.

„Wer sagt, sich für Klimaschutz einzusetzen, kann den Bau dieser Flugverkehrspiste nicht gutheißen. Hier wird Zukunft niederbetoniert. Dagegen werden wir Schulter an Schulter mit NGOs und Bürgerinitiativen weiterhin ankämpfen“
Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN Burgenland

Die GRÜNEN weisen neben den ökologischen, klimaschädlichen Folgen auch auf die unmittelbar gesundheitsgefährdenden Aspekte des Baus der dritten Piste hin:

  • Fluglärm stellt eine gesundheitsschädliche Belastung dar und mindert die Lebensqualität massiv. Das ist wissenschaftlich erwiesen. In der Bewertung des beantragten Projekts wurde nicht der gesamte

    Flughafenkomplex einbezogen.

  • Die steigende Feinstaubbelastung durch Partikel aus dem Flugverkehr stellen eine weitere Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung dar. Die Immissionswerte in der Umgebung des Flughafens sind jetzt schon überschritten, das Vorhaben „Parallelpiste 11R/29L“ wird bereits in der Bauphase zu unzumutbaren Belastungen für die Atemwege aller in der Umgebung lebender und arbeitender Menschen darstellen.