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am 9. März

Krankenhaus im Naturschutzgebiet: GRÜNE verlangen Naturverträglichkeitsprüfung

Die Redaktion - "So ein komplexes und weitreichendes Projekt darf nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Warum wurde ausgerechnet dieser Standort in einem sensiblen Naturschutzgebiet ausgewählt?"

Krankenhaus und Hubschrauber mitten im Naturschutzgebiet

Verwundert über den Alleingag der Landesregierung über den fixierten Spitalsstandort in Gols zeigen sich die GRÜNEN: "So ein komplexes und weitreichendes Projekt darf nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Warum wurde ausgerechnet dieser Standort in einem sensiblen Naturschutzgebiet ausgewählt? Wir wollen diese Standortanalyse, die das Land durchgeführt hat, sehen und selbst analysieren", fordert die GRÜNE Landessprecherin Regina Petrik und verweist auch auf die vielen naturschutz- und umweltrechlichen Probleme, die mitschwingen.

Natura 2000 und UNESCO-Welterbe

Petrik verweist auch auf viele weitere ungeklärte Fragen. Welche Auswirkungen hat das auf den UNESCO-Welterbestatus? Wie wird sich das Verkehrsaufkommen und damit auch der CO2-Ausstoß, die Zunahme des Feinstaubes und die Versiegelung von 82.000 Quadratmeter auf die Natur auswirken? Welche Folgen haben die Hubschrauberflüge auf die Natur? Diese Fragen müssen alle erst geklärt werden, bevor die Bagger auffahren, verlangt die GRÜNE Landessprecherin und fordert ein Naturverträglichkeitsverfahren und eine Einbindung aller beteiligten Gemeinden, die immer noch fehle.

Bodenverbauch auf Rekordniveau

"Der Bodenverbrauch geht munter weiter, die OSG baut in derselben Linie eine Wohnhausanlage, statt Lücken im Ortsgebiet zu schließen. Wenn wir jetzt nicht umdenken und auch schon Naturschutzgebiete zubetonieren, dann bleiben uns bald nur noch Fotos von intakter Natur, die wir unseren Kindern und Touristen zeigen können", warnt Petrik.

Die Naturverträglichkeitsprüfung

Bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung wird in erster Linie die Auswirkung eines konkreten Projektes bestimmter Größenordnung auf die Umwelt untersucht. Die Naturverträglichkeitsprüfung in den Natura-2000-Gebieten ist hingegen von der Projektgröße unabhängig und ausschließlich auf die Auswirkungen auf konkrete Lebensräume oder Arten ausgerichtet. Ziel ist der Schutz der relevanten Lebensräume und Arten und damit des zusammenhängenden Netzwerkes Natura 2000.