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am 18. Juni

Mehr Bodenversiegelung - Mehr Hochwasser

Wolfgang Spitzmüller - Immer öfter sind BurgenländerInnen von Überflutungen betroffen. Äcker, Wiesen, Keller, Garagen, aber auch Wohnräume voll mit Wasser und Schlamm. Mit ein Grund ist die massive Versiegelung der Böden. Wir fordern "Stopp der Bodenversiegleung"-

„Die Klimakatastrophe beschert uns mehr Extremwetter-Ereignisse und die fortschreitende Bodenversiegelung mehr Überflutungen. Wir fordern endlich Maßnahmen dagegen.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

Die Hagelversicherung rechnet alleine im Mittelburgenland mit 1 Million Euro Schäden
in der Landwirtschaft, durch die Überflutungen der letzten Wochen. Natürlicher Boden ist in der Lage Wasser aufzunehmen, davon gehen im Burgenland täglich etwa 2 Hektar verloren - durch Versiegelung.​

Laut VCÖ werden im Burgenland durch Verkehrsflächen am meisten Böden versiegelt, dicht gefolgt durch Versiegelung durch Bauflächen. Pro Kopf sind im Burgenland 277  Quadratmeter durch Verkehrsflächen versiegelt, das ist doppelt so hoch wie der Österreich-Schnitt von 128 Quadratmetern.

Damit ist nicht nur das Burgenland Spitzenreiter in Österreich, sondern Österreich auch EU-weit trauriger Erster.

  • Versiegelter Boden ist kein CO2-Puffer mehr und trägt daher zur Klimakatastrophe bei
  • Versiegelter Boden vernichtet Lebensraum für Pflanzen und Tiere
  • Versiegelter Boden reduziert die landwirtschaftliche Anbaufläche
  • Versiegelter Boden ist Hitzespeicher und erhöht die Sommerhitze, die natürliche

    Nachtabkühlung wird verringer

„Bereits mehrfach haben die GRÜNEN im Landtag Maßnahmen gegen die fortschreitende Bodenversiegelung gefordert. Vor allem fordern wir ein Raumordnungsgesetz nach Salzburger Vorbild.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

In Salzburg dürfen Verbrauchermärkte nicht mehr am Kreisverkehr außerhalb des
Ortes errichtet werden, sondern nur mehr in den Ortskernen. Bis auf wenige herkömmliche Stellplätze, müssen in Zukunft Parkplätze unter die Erde (Tiefgarage) oder auf die Dächer. Aber auch kleine Änderungen wären nötig, so gibt es Parkplätze, die durch sogenannte Loch- oder Sickersteine nicht komplett versiegelt sind, wodurch der Boden zumindest noch Teile seiner Funktion als Versickerungsfläche behält.

Für uns ist es unverständlich, warum hier nicht längst ein umfangreiches Konzept gegen die rasende Vernichtung von natürlichem Boden beschlossen wurde Es ist damit zu rechnen, dass sich die Lage in den kommenden Jahren weiter zuspitzen wird und immer mehr Menschen davon betroffen sein werden. Oft nutzt selbst der teuer gebaute Hochwasserschutz nur noch bedingt.


Auf dem Bild steht LAbg. Spitzmüller an keinem Teich, es handelt sich um einen Maisacker, in dem vor kurzem noch eine Entenschar schwamm.