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am 4. April

Stoppen wir das Insektensterben!

Regina Petrik - Um dem Insektensterben regional und international etwas entgegenzusetzen, starten die GRÜNEN im Burgenland eine Petition, in der von Landesregierung, Bundesregierung und EU-Kommission die Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenprogramms für Artenvielfalt und Insektenschutz gefordert wird.

In Oberösterreich gibt es sie schon auf Initiative des Landesrats Rudi Anschober: Eine Petition zum Schutz der Artenvielfalt und der Insekten. Pünktlich zum Frühlingsbeginn starten nun auch die GRÜNEN im Burgenland mit denselben Forderungen die Petition an ihre Landesregierung, an die Bundesregierung und an die EU-Kommission und laden alle, denen Arten- und Insektenschutz ein Anliegen ist, zur Unterstützung ein. Die erste prominente Unterschrift kommt vom hiesigen Landesumweltanwalt Michael Graf.

www.openpetition.eu/at/petition/online/burgenland-blueht-auf

Regina Petrik von den GRÜNEN wird nicht müde, auf die Bedeutung der Insekten für das Ökosystem hinzuweisen und nachhaltig wirksame politische Entscheidung zu verlangen: Insekten sind nicht nur Pflanzenbestäuber und Schädlingsbekämpfer, sie tragen auch zur Bodenfruchtbarkeit bei und sind Futter für andere Tiere. 

„Die zunehmende Betonierung von Naturflächen raubt den Insekten ihren Lebensraum. Die Verringerung der Artenvielfalt gefährdet unser Ökosystem und damit unsere Lebensgrundlagen. Stoppen wir das Sterben von Bienen, Vögeln und Schmetterlingen!“
Regina Petrik, Landesprecher

10 Forderungen zum Arten- und Insektenschutz

  1. Schrittweise Verringerung des Pestizideinsatzes
  2. Europaweite Extensivierung der Landwirtschaft
  3. Sorgsamer Umgang mit den Flächenreserven
  4. Erhöhung der Artenvielfalt des Grünlands
  5. Verstärkte Bildung über Artenvielfalt
  6. Mehr Natur im öffentlichen Raum
  7. Verbesserung des Pflegemanagements für Straßen- und Wegböschungen
  8. Weniger Lichtverschmutzung
  9. Förderung von Wildbestäubern
  10. Öffentlichkeitsarbeit

Auch der Umweltanwalt des Burgenlands, Michael Graf, unterstützt die Petition und verweist auf die Schritte, die im Wirkungsbereich des Landes bereits gesetzt werden. Graf verweist dabei auf die Reduktion des Glyphosateinsatzes in Landes- und landesnahen Betrieben und das Neonicotinoid-Verbot, für das im Burgenland die Möglichkeit der Notfallverordnung im Gegensatz zu anderen Ländern nicht in Anspruch genommen wird.

„Wir sind im Burgenland in der guten Situation, dass sich einige der Forderungen der Petition schon in Umsetzung befinden.“
DI Dr. Michael Graf, Landesumweltanwalt

Im Wirkungsbereich der Umweltanwaltschaft werden in Gewerbe-, Bau- und Raumordnungsverfahren obligatorisch die Themen Lichtverschmutzung, naturnahe Gestaltung und der sorgsame Umgang mit Flächenreserven im Rahmen der gesetzlichen Bestimmung als Verfahrenspartei eingebracht.

Warum er selbst die Petition unterschreibt, begründet der Umweltwanwalt so: „Die angesprochenen Themen und Handlungsfelder stellen ein überregionales Problem dar. Darum ist es wichtig, dass alle drei Adressaten angesprochen werden. Die Umsetzung in einem Land kann nur ein erster Schritt sein, denn die globalen Probleme des Insektensterbens können nur überregional gelöst werden.“