Bezirkegruene.at
Navigation:
am 25. November 2015

Keine neue Glücksspiel-Falle!

Regina Petrik - Grüne gegen Novomatic-Niederlassung in Siegendorf. Antrag gegen kleines Glücksspiel im Landtag geplant.

Ganz klar sprechen sich die Grünen gegen die Errichtung eines neuen Einkaufszentrums an der Grenze durch den Glücksspielriesen Novomatic aus. „Der Plan, am Areal der ehemaligen Siegendorfer Zuckerfabrik ein Einkaufs- und Glücksspielzentrum zu errichten, ist aus mehreren Gründen strikt abzulehnen“, sagt Regina Petrik, Landessprecherin der Grünen. „Stätten zu schaffen, wo Menschen zu kleinem Glücksspiel eingeladen werden, heißt auch, Stätten zu schaffen, in den neue Abhängigkeiten und Spielsucht gefördert werden. Die Firma Novomatic muss sich nun offensichtlich einen neuen Geschäftsstandort suchen, da in Wien ja das kleine Glücksspiel von der rot-grünen Landesregierung verboten wurde. Das Elend wandert sozusagen weiter. Es ist bekannt, dass Spielsucht Existenzen und ganze Familien zerstören kann. Im Burgenland darf dafür kein neuer Anreiz geschaffen werden.“

Daher werden die Grünen im Landtag einen neuerlichen Vorstoß zum Verbot des kleinen Glücksspiels im Burgenland nach Wiener Vorbild starten. „Der Schutz der Menschen ist uns wichtiger, als der Profit eines Glücksspielkonzerns“, so Petrik.

WEITERE BODENVERSIEGELUNG, MEHR VERKEHR

Die Ansiedelung eines weiteren Einkaufszentrums an der ungarischen Grenze ist aber auch aus verkehrs- und raumplanerischer Perspektive unverantwortlich. „Hier gibt es jetzt schon eine übermäßige Verkehrsbelastung, unter der die Anrainer leiden. Das ist keine Lösung, sondern die Ausweitung eines Problems,“ warnt Petrik. „Weitere Bodenversiegelung und zusätzlicher Autoverkehr sind nicht nur ein ökologisches Problem, auch die Kosten, die verursacht werden, sind unzumutbar. Allein für die Verlegung von Wasserleitungen müssen wir mit Ausgaben von nahezu 250.000 Euro rechnen. Und das ist nur ein Teil der entstehenden Kosten.“

Petrik zeigt sich verwundert, dass der Gemeinderat von Siegendorf so ein Projekt genehmigt. „Ich frage mich, wie der Ortsentwicklungsplan der Gemeinde aussieht, wenn derartiger Verkehrs- und Konsumwucher am Siedlungsrand befördert wird. Siegendorf schreibt seine traurige Geschichte falscher Entwicklungsstrategien weiter. Und das zum Schaden für die Siegendorferinnen und Siegendorfer.“