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10.05.2026 Landtag

„Nie wieder“ ist ein Gebot
für jeden Tag

LAbg. Margit Paul-Kientzl, Leiterin der KZ Gedenkstätte Mauthausen Barbara Glück, LAbg. Philip Juranich

GRÜNE Landtagsabgeordnete bei Befreiungsfeier in Mauthausen

Die Klubobfrau der GRÜNEN im Burgenländischen Landtag, Margit Paul-Kientzl, und Landtagsabgeordneter Philip Juranich nehmen heuer an der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil.

In diesem Jahr steht die Gedenkfeier unter dem Schwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“. Für die GRÜNEN ist dieser Fokus ein wichtiger Appell, Erinnerung nicht nur als Rückblick zu verstehen, sondern als demokratische Verantwortung in der Gegenwart.

Erinnern heißt hinschauen

„Wer ‚Nie wieder‘ ernst meint, muss genau hinschauen, wie Menschen zu Täter:innen werden konnten – und wie viele andere weggesehen, geschwiegen oder mitgemacht haben. Das Böse beginnt nicht erst dort, wo Gewalt sichtbar wird. Es beginnt dort, wo Menschen abgewertet, Rechte ausgehöhlt und demokratische Werte verächtlich gemacht werden. Deshalb ist Erinnerungsarbeit immer auch Gegenwartsarbeit“, betont Klubobfrau Margit Paul-Kientzl.

Demokratische Werte müssen immer wieder verteidigt werden

„Die Befreiung von Mauthausen war das Ende eines Grauens, aber auch ein Auftrag an alle kommenden Generationen. Nie wieder darf Hass stärker werden als Mitgefühl und nie wieder Gleichgültigkeit lauter sein als die Stimme der Menschlichkeit. Solange wir als Gesellschaft erinnern, aufstehen und Verantwortung füreinander übernehmen, bleibt auch die Hoffnung auf eine friedvolle und solidarische Zukunft lebendig“, sagt Landtagsabgeordneter Philip Juranich.

Mechanismen der Täter:innen offenlegen

Mauthausen sei ein Ort der Trauer, aber auch ein Ort der demokratischen Verpflichtung, so die beiden Abgeordneten. Das Vermächtnis der Befreiten bleibe ein Gebot, überall dort aufzustehen, wo Hass, Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Menschenverachtung wieder Raum gewinnen wollen.

Gerade deshalb sei es wichtig, nicht nur der Opfer zu gedenken, sondern auch die Mechanismen der Täter:innen offenzulegen: Entmenschlichung, Ausgrenzung, Gehorsam, Mitläufertum und Gleichgültigkeit.

„‚Nie wieder‘ ist ein Gebot für jeden Tag – und überall dort, wo die Würde des Menschen verteidigt werden muss“, halten Paul-Kientzl und Juranich abschließend fest.