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25.02.2026 Landesregierung

Ein Jahr Rot-Grün im Burgenland

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Landesrat Heinrich Dorner gemeinsam mit Landesrätin Daniela Winkler, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und Landesrat Leonhard Schneemann bei der Präsentation des Rechenschaftsberichtes.

Rot-grüne Landesregierung: Klimaschutz gesetzlich verankert, Bodenschutzoffensive gestartet

Ein Jahr Rot-Grün im Burgenland zeigt deutlich: Wenn Grüne gestalten, wird Klimaschutz nicht nur angekündigt, sondern verbindlich umgesetzt.

Bei der Präsentation des Rechenschaftsberichts vergangenen Dienstag zog Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner eine klare Bilanz und stellte dabei den Boden- und Klimaschutz ins Zentrum.

Stabil regieren – mit klaren Werten

„Mich hat positiv überrascht, wie tragfähig diese Zusammenarbeit von Anfang an war“, so Haider-Wallner. Unterschiedliche politische Traditionen treffen in einer Koalition naturgemäß aufeinander. Entscheidend sei aber, dass soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit von Beginn an gemeinsame Grundlagen waren.

“Es wird offen diskutiert, manchmal intensiv – aber respektvoll. Genau so entstehen tragfähige Kompromisse. Und genau so gelingt es, die grüne Handschrift in der Regierungsverantwortung sichtbar zu machen.”

Gerade in herausfordernden Situationen habe sich diese Stabilität bewährt. Bei der Maul- und Klauenseuche wurde rasch gehandelt, Druck auf den Bund ausgeübt und konsequent für bäuerliche Betriebe und Tiergesundheit gekämpft – mit Erfolg. Auch beim Thema Asbest stehe der Schutz der Bevölkerung im Mittelpunkt – sachlich, faktenbasiert und ohne politische Inszenierung.

Erster Meilenstein: Burgenländisches Klimaschutzgesetz

Ein zentraler Meilenstein des ersten Regierungsjahres ist das burgenländische Klimaschutzgesetz. Für Haider-Wallner ist klar: „Dieses Gesetz macht Klimaschutz überprüfbar. Und es macht Klimaschutz verbindlich.“ Damit werde Klimaschutz vom politischen Bekenntnis zum gesetzlichen Auftrag – und die Klimaneutralität 2040 ist darin fest verankert.

Klimaschutz sei nämlich kein Nebenprojekt und keine abstrakte Belastung, sondern eine konkrete Investition – in regionale Wertschöpfung, in stabile Energiepreise, in Unabhängigkeit von internationalen Energiemärkten, in nachhaltige Landwirtschaft und in langfristige Lebensqualität.

Bodenschutz ist nächste Priorität

Als besonderes Anliegen betont Anja Haider-Wallner den Bodenschutz. Das Burgenland ist von der Klimakrise besonders betroffen, gleichzeitig werden aber täglich rund 1,6 Hektar Boden versiegelt und die Flächeninanspruchnahme pro Kopf liegt deutlich über dem Österreichschnitt.

„Gesunde Böden sind natürliche Klimaanlage, CO2-Speicher und Lebensmittelgarant zugleich. Wer Boden schützt, schützt Klima, Landwirtschaft und Lebensqualität“, so Haider-Wallner. Bodenschutz sei daher keine Randfrage, sondern Kern moderner Zukunftspolitik.

Mit der Initiative „Baba, Beton!“ wurde deshalb im ersten Regierungsjahr ein klares Signal für Entsiegelung und lebenswerte Ortskerne gesetzt. Alle 171 Gemeinden waren eingeladen, Entsiegelungsprojekte einzureichen – das Siegerprojekt wird mit bis zu 100.000 Euro unterstützt und am 03. März 2026 ausgezeichnet. Bewertet wird nach Kriterien wie Mikroklima, Aufenthaltsqualität und Biodiversität.

Auch das erste Burgenländische Bodensymposium im Lisztzentrum Raiding war ein klares Bekenntnis zum Bodenschutz und versammelte Wissenschaft, Gemeinden, Landwirtschaft und Politik. Aus diesem Austausch entstand das Bodenbündnis Burgenland als dauerhafte Plattform.

„Bodenschutz betrifft uns alle – und deshalb bringen wir alle an einen Tisch“, betonte Haider-Wallner. Der grüne Zugang sei klar: Beteiligung, Fachwissen und langfristige Strategien statt kurzfristiger Schlagzeilen.

Grundlagen für ein gutes Morgen

Verantwortung für das Burgenland bedeute, heute die Grundlagen für morgen zu sichern. Bodengesundheit, verbindlicher Klimaschutz und lebenswerte Ortskerne seien Vorsorgepolitik für kommende Generationen. „Wenn am Ende gesagt wird: Unsere Heimat ist ein Stück weit lebenswerter geworden – dann waren wir am richtigen Weg“, so Haider-Wallner abschließend.

Ein Jahr rot-grüne Landesregierung zeigt: Grüne Regierungsarbeit wirkt – strukturiert, verbindlich und mit langfristiger Perspektive. Diesen Weg will Haider-Wallner konsequent weitergehen – für ein lebenswertes Burgenland.