Ende des nächtlichen Dauerblinkens von Windrädern
Ende des nächtlichen Dauerblinkens
Das Dauerblinken von Windrädern in der Nacht wird abgestellt. Die roten Warnlichter werden künftig nur mehr dann aktiviert, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug nähert. Das bedeutet: ein angenehm dunkler Nachthimmel für die Menschen in den Regionen – bei gleichzeitig voller Sicherheit im Luftverkehr.
Die Grünen begrüßen die Einführung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ausdrücklich. Passend zur dieswöchigen Earth Hour wird damit ein starkes Zeichen gegen Lichtverschmutzung gesetzt.
Startschuss in Andau
Nach erfolgreichen Tests, neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und den erforderlichen Genehmigungen ist es nun so weit: Als erster Windkraftbetreiber Österreichs nimmt die Burgenland Energie die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung für 38 Windkraftanlagen in Andau in Betrieb.
Mehr Lebensqualität für die Region
„Das ist heute ein Meilenstein für den Seewinkel und das ganze Burgenland. Mit dem Ende des nächtlichen Dauerblinkens beginnt endlich der Anfang vom Ende des rot blinkenden Lichtermeers. Für die Anrainerinnen und Anrainer bedeutet das spürbar mehr Lebensqualität – ein ganz wesentlicher Schritt, um die Akzeptanz für Windkraft weiter zu stärken. Gleichzeitig ist klar: Die Sicherheit bleibt jederzeit voll gewährleistet. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diesen wichtigen Schritt möglich gemacht haben – insbesondere auch der ehemaligen Bundesministerin Leonore Gewessler, die den Weg dafür geebnet hat“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Gesetzliche Grundlage geschaffen
Möglich wurde diese Verbesserung durch eine Novelle des Luftfahrtgesetzes im Jahr 2024 durch die damalige schwarz-grüne Bundesregierung. Damit wurde der rechtliche Rahmen geschaffen, dass Windkraftanlagen ihre Nachtkennzeichnung nur mehr bei Bedarf aktivieren müssen.
Intelligente Technik sorgt für Sicherheit
Die technische Umsetzung erfolgt zentral über die Austro Control – und setzt neue Maßstäbe bei der Sicherheit.
Durch die Verknüpfung von Radar- und Flugplandaten erkennt das System in Echtzeit, ob sich ein Luftfahrzeug einem Windpark nähert. Rund um jede Anlage wird ein Schutzbereich definiert – mit einem Radius von mindestens acht Kilometern und einer Höhe von mindestens 600 Metern über dem höchsten Punkt des Hindernisses.
Nur wenn sich ein Flugzeug in diesem Bereich befindet, wird die Beleuchtung aktiviert. Andernfalls bleiben die Anlagen dunkel.
Sicherheit für Einsatzflüge gewährleistet
Besonderes Augenmerk gilt auch der Sicherheit von Rettungs- und Einsatzflügen: Diese können die Beleuchtung bei Bedarf jederzeit selbst aktivieren – direkt über ihre Leitstellen.
Ausbau im ganzen Burgenland geplant
Weitere Windparks in Neusiedl/Weiden und Parndorf stehen bereits vor der Umrüstung. Bis 2027 sollen schließlich alle Anlagen umgestellt werden.