Keine Hintertür für verbotene Pestizide
GRÜNE begrüßen klare Entscheidung im Burgenland
Notfallzulassungen dürfen keine Dauerlösung sein
Aus unserer Sicht zeigt dieser Fall exemplarisch, wo das Problem liegt: Notfallzulassungen sind eigentlich als eng begrenzte Ausnahme gedacht. In der Praxis werden sie jedoch immer wieder genutzt, um den Einsatz problematischer Wirkstoffe fortzuführen – selbst dann, wenn diese auf EU-Ebene aus guten Gründen kritisch bewertet oder nicht zugelassen sind. Genau davor haben bereits der Rechnungshof und auch die Rechtsprechung auf europäischer Ebene gewarnt.
Risiken ernst nehmen, Alternativen stärken
Dass für den Wirkstoff Spirotetramat Risiken für Bestäuberinsekten, Wasserorganismen und möglicherweise auch für die menschliche Gesundheit bestehen, macht die Ablehnung umso nachvollziehbarer. Besonders problematisch ist zudem, dass vorhandene Alternativen nicht ausreichend geprüft und abgewogen wurden. Eine nachhaltige Landwirtschaft kann aber nur dann funktionieren, wenn solche Alternativen ernsthaft entwickelt, geprüft und eingesetzt werden.
Nachhaltige Landwirtschaft braucht klare Regeln
Wir Grüne stehen für eine Landwirtschaft, die langfristig trägt – ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Dazu gehört, den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide konsequent zu reduzieren und stärker auf integrierte sowie nicht-chemische Methoden zu setzen. Der Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln gibt hier die Richtung klar vor.
Konsequenz statt Ausnahmen
Die Entscheidung im Burgenland zeigt: Es geht auch anders. Wenn Regeln ernst genommen werden und das Vorsorgeprinzip angewendet wird, können Umwelt- und Gesundheitsschutz gestärkt und gleichzeitig die Zukunft der Landwirtschaft gesichert werden.
Unser Ziel ist klar: Weg von kurzfristigen Ausnahmen – hin zu echten, nachhaltigen Lösungen.