Kirschlorbeer bedroht unsere Naturräume
Gute Alternativen helfen der Natur
Der Naturschutzbund hat den Kirschlorbeer zum invasiven „Neophyten des Jahres 2026“ gewählt. Am heutigen 13. April, dem internationalen „Tag der Pflanze“, weist der GRÜNE Klubobmann Wolfgang Spitzmüller auf Alternativen zum Kirschlorbeer hin.
„Wir sehen in unseren Naturräumen zunehmend, etwa in der Willersdorfer Schlucht, dass solche Pflanzen heimische Arten verdrängen. Das liegt auch daran, dass sie sehr dichte Bestände bilden“, so Spitzmüller.
Invasive Neophyten sind eingeschleppte Pflanzen die sich unkontrolliert ausbreiten. Der Kirschlorbeer ist, neben Arten wie Japanknöterich oder Himalayaspringkraut, dabei, heimische Pflanzen zu verdrängen und damit auch wichtige Futterpflanzen und Lebensgrundlagen für Insekten und Vögel zu verdrängen. „Leider gilt das auch für den beliebten Schmetterlingsflieder“, ergänzt Spitzmüller.
„Heimische Arten wie Schlehe, Roter Hartriegel, Kornelkirsche oder Hainbuche sind nicht einfach deshalb besser, weil sie heimisch sind, sondern weil sie über lange Zeiträume in komplexe ökologische Beziehungen eingebunden wurden und Teil eines funktionierenden Netzwerks der Natur darstellen“, erklärt Spitzmüller, der auch Naturschutzorgan ist.
„Die Devise lautet daher: keine weiteren problematischen Pflanzen setzen und, wo möglich, bestehende schrittweise ersetzen. Das gilt besonders auch für Gemeinden und Wohnbaugenossenschaften“, so Spitzmüller abschließend.