Literatur als Akt des Widerstands
Filmabende zum Frauentag in Eisenstadt und Oberpullendorf
Anlässlich des Internationalen Frauentags luden die GRÜNEN zu zwei Filmabenden im Burgenland ein. In Oberpullendorf und Eisenstadt wurde der Film „Lolita lesen in Teheran“ gezeigt. Die Veranstaltungen stellten die Kraft von Literatur und Bildung als Form des Widerstands gegen Unterdrückung und autoritäre Strukturen in den Mittelpunkt. Insgesamt konnten dabei Spenden im vierstelligen Bereich für Verletzte im Iran gesammelt werden.
Der Film erzählt die Geschichte einer Literaturprofessorin im Iran, die in ihrem Wohnzimmer heimlich mit Studentinnen verbotene Bücher liest. Die gemeinsame Lektüre wird zu einem Raum der Freiheit, des Denkens und des Austauschs und damit zu einem stillen, aber kraftvollen Akt des Widerstands gegen Repression und patriarchale Strukturen.
Bei beiden Filmabenden nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich mit den Themen Frauenrechte, Freiheit und Bildung auseinanderzusetzen. Unter den Gästen war auch die GRÜNE Landessprecherin und burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Diskussionen und Austausch nach den Vorführungen
Beim Filmabend in Oberpullendorf war im Anschluss an die Vorführung die Menschenrechts- und Iran-Aktivistin sowie Dozentin in Wien, Medina Abazi, zur Diskussion eingeladen. Sie gab Einblicke in die aktuelle Situation im Iran und sprach über den Mut vieler Frauen, die dort für Freiheit und Selbstbestimmung eintreten.
„Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, dass Frauenrechte weltweit noch immer keine Selbstverständlichkeit sind. Frauen, die für Freiheit, Bildung und Selbstbestimmung kämpfen, verdienen unsere Aufmerksamkeit und Solidarität“, betont Nina Piniel, Bezirkssprecherin der GRÜNEN Oberpullendorf.
Beim Filmabend in Eisenstadt war Elli vom Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ dabei. Das Gewaltpräventionsprojekt setzt direkt in der Nachbarschaft an und ermutigt Menschen, bei häuslicher Gewalt nicht wegzuschauen, sondern Zivilcourage zu zeigen und Unterstützung anzubieten. Ziel ist es, Partnergewalt früh zu erkennen, zu verhindern und gemeinsam ein gewaltfreies Umfeld zu schaffen.
Samara Sánchez Pöll, Bezirkssprecherin der GRÜNEN Eisenstadt betont: „Es ist wichtig, den Blick nicht nur am Frauentag, sondern immer wieder über unsere eigenen Grenzen und unser unmittelbares Umfeld hinaus zu richten. Frauen werden weltweit unterdrückt. Auch wenn es uns persönlich vielleicht gut geht, dürfen wir nicht wegschauen – es geht darum, solidarisch zu sein und für Feminismus und Frauenrechte einzustehen.“
Spenden für Menschenrechtsarbeit
Die Spenden der beiden Abende kommen auf Wunsch von Medina Abazi dem Verein Medical Staff for Human Rights Austria (MSHR) zugute. Die Organisation dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und unterstützt Betroffene mit medizinischer Hilfe.
Die beiden Filmabende zeigten eindrucksvoll, wie Kultur, Diskussion und Solidarität zusammenwirken können, um auf Menschenrechte und Gleichberechtigung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Literatur nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch Räume für kritisches Denken und gesellschaftlichen Widerstand schaffen kann.