Ortskernsterben in Mattersburg - Die GRÜNEN haben vorgewarnt
Klaus Jelinek, GRÜNER Gemeinderat in Mattersburg: „Ortskernsterben ist kein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen in der Raumordnung."
Diese Entwicklung ist kein Einzelfall, sondern steht exemplarisch für eine größere Herausforderung im Burgenland. Während in vielen Ortskernen Gebäude leer stehen, wird an den Ortsrändern weiterhin Boden versiegelt. Gleichzeitig weist das Burgenland bereits eine sehr hohe Dichte an Supermärkten pro Einwohner auf. Die Frage, wozu es immer neue Handelsflächen am Stadtrand braucht, drängt sich daher umso mehr auf.Genau vor dieser Entwicklung haben die GRÜNEN Mattersburg seit Jahren gewarnt. Bereits bei der Errichtung der Arena und des Einkaufszentrums am Stadtrand wurde darauf hingewiesen, dass großflächiger Handel außerhalb des Zentrums Kaufkraft aus dem Ortskern abzieht. Die Folgen sind heute sichtbar: Kleine Betriebe geraten unter Druck, Geschäftsflächen bleiben leer, Begegnungsräume gehen verloren. Was kurzfristig als wirtschaftlicher Erfolg präsentiert wurde, entfaltet langfristig eine gegenteilige Wirkung.
Der aktuelle Krone-Artikel zeigt, dass viele Menschen diese Entwicklung inzwischen mit großer Sorge beobachten. Die Auswirkungen betreffen nicht nur den Handel, sondern das soziale Leben insgesamt. Lebendige Ortskerne sind zentrale Orte der Nahversorgung, des Austauschs und des Miteinanders. Kurze Wege, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt werden können, sparen Zeit und Geld und erhöhen die Lebensqualität.
Dazu äußert sich Klaus Jelinek, GRÜNER Gemeinderat in Mattersburg: „Ortskernsterben ist kein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen in der Raumordnung – und genau dort müssen wir gegensteuern.“ Angesichts der aktuellen Situation sei besonders deutlich, dass die bisherige Entwicklung gescheitert sei: „Wenn inzwischen selbst in der Arena neue Leerstände entstehen und ein ganzer, erst vor wenigen Jahren errichteter Trakt von Anfang an leer steht, zeigt das, dass dieses Modell nicht einmal sich selbst trägt.“
Für Wirtschaftstreibende bieten belebte Ortskerne ebenfalls klare Vorteile: Sichtbarkeit, Laufkundschaft und die Einbettung in ein funktionierendes soziales Umfeld. Gleichzeitig stärken lebendige Zentren den Zusammenhalt zwischen den Generationen und fördern die Identifikation mit dem eigenen Ort.Die Position der GRÜNEN ist daher klar und konsequent: Es braucht nicht noch ein Einkaufszentrum, das nur mit dem Auto erreichbar ist. Es braucht keinen x-ten Supermarkt am Ortsrand. Was gebraucht wird, sind starke Nahversorger und wirtschaftlich aktive Ortskerne.