Pink Tax endlich abschaffen
Pink Tax endlich abschaffen: Frauen zahlen für gleiche Produkte deutlich mehr
Anlässlich des Frauenmonats machen die GRÜNEN Burgenland auf eine anhaltende Ungerechtigkeit aufmerksam: Frauen zahlen für viele Körperpflegeprodukte weiterhin deutlich mehr als Männer. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass frauenspezifische Produkte im Durchschnitt um mehr als ein Drittel teurer sind als vergleichbare Männerprodukte.
„Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen in Österreich nicht nur weniger verdienen, sondern sogar beim Kauf alltäglicher Produkte mehr bezahlen müssen. Eine Gesichtscreme vom selben Hersteller kostet in der Frauenvariante oft deutlich mehr als die Männerausführung, und das obwohl Inhalt, Qualität und Menge völlig ident sind“, sagt die Landtagsabgeordnete und Frauensprecherin der GRÜNEN Burgenland, Margit Paul-Kientzl.
„Pink-Tax“ kein Zufall, sondern Ausdruck struktureller Benachteiligung
Diese sogenannten „Pink-Tax“-Aufschläge seien kein Zufall, sondern Ausdruck struktureller Benachteiligung. „Frauen sind ohnehin mit einem Gender Pay Gap, der Teilzeitfalle und einem höheren Risiko für Altersarmut konfrontiert. Dass sie zusätzlich auch noch für identische Produkte mehr zahlen sollen, ist schlicht ungerecht“, so Paul-Kientzl.
Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede etwa bei Einwegrasierern, Gesichtspflegeprodukten oder Duschgels. Obwohl die Inhaltsstoffe oft nahezu ident sind, werden Produkte für Frauen häufig teurer angeboten.
„Wir müssen diese versteckte Form der Diskriminierung endlich sichtbar machen und abstellen. Frauen zahlen für identische Produkte oft mehr. Das bleibt häufig unbemerkt, weil Hersteller dieselben Inhalte in unterschiedlich gestaltete Verpackungen stecken und so künstlich „Frauen- und ‚Männervarianten“ erzeugen“, betont Paul-Kientzl.
Positiv bewertet die Frauensprecherin hingegen eine andere Entwicklung: Seit diesem Jahr sind Periodenprodukte in Österreich von der Mehrwertsteuer befreit. „Dass Tampons, Binden und andere Menstruationsprodukte nicht mehr besteuert werden, ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt. Das zeigt, dass politische Maßnahmen sehr wohl dazu beitragen können, strukturelle Benachteiligungen abzubauen“, sagt Paul-Kientzl.
Gerade rund um den Weltfrauentag sei es wichtig, auch auf diese alltäglichen Formen der Ungleichbehandlung aufmerksam zu machen. „Gleichstellung muss sich auch im beim alltäglichen Einkauf widerspiegeln. Transparente Preise und faire Produktgestaltung sind ein wichtiger Schritt, damit Frauen nicht länger für ihr Geschlecht draufzahlen müssen“, so Paul-Kientzl abschließend.