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11.03.2026 Landesregierung

Stakeholder:innen-Dialog auf Burg Schlaining gestartet

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Mitte) mit Vortragender Helga Kromp-Kolb sowie SPÖ Burgenland-Klubvorsitzender und Regierungskoordinator Robert Hergovich (v.l.) vor der Burg Schlaining.

Stakeholder:innen-Dialog auf Burg Schlaining gestartet: Burgenländische Klimastrategie wird überarbeitet

LH-Stv.in Haider-Wallner: „Praxisnahe Lösungen für Klimaschutz und Energieunabhängigkeit gemeinsam mit Expert:innen und Interessensvertretungen entwickeln“

Am Mittwoch fand auf Burg Schlaining der erste Stakeholder:innen-Dialog zur Überarbeitung der burgenländischen Klimastrategie statt. Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner betonte die Bedeutung der Veranstaltung: „Mit diesem Dialog haben wir den Prozess für eine praxisnahe Klimastrategie gestartet, die nicht im Elfenbeinturm entsteht, sondern gemeinsam mit Expertinnen und Experten, allen politischen Ebenen und den Menschen in unserem Land. Das Ziel ist klar: Das Burgenland wird bis 2040 klimaneutral. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen.“ Der Dialog markierte den Auftakt für die umfassende Aktualisierung der bestehenden Klimastrategie. Ziel ist es, die Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen zu schärfen, die Bereiche Klimawandelanpassung, Kreislaufwirtschaft und Energieunabhängigkeit stärker zu berücksichtigen und die Umsetzung entlang eines praxisnahen Fahrplans zu gestalten.„Besonders wichtig war, dass jene mitarbeiten, die Maßnahmen gestalten oder von ihnen betroffen sind“, so Haider-Wallner. „Deshalb waren im Dialog Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Landwirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung eingebunden. So können wir wirksame, praxisnahe Lösungen entwickeln.“

Bei der Veranstaltung wurden die wichtigsten Klima-Projekte des Burgenlands vorgestellt, ebenso wie die Struktur und der Überarbeitungsprozess der Klimastrategie Burgenland 2040. In World Cafés diskutierten die Teilnehmer:innen interaktiv zu zentralen Themen wie sektorübergreifende Maßnahmen, Landwirtschaft & Boden, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Klimawandelanpassung, Verkehr, Gebäude & fluorierte Gase sowie Energie & Industrie. Die Ergebnisse wurden danach im Plenum präsentiert und anschließend in einem Reflexions- und Blitzlicht-Panel gemeinsam bewertet. Den Abschluss bildete ein Ausblick auf die nächsten Schritte sowie die Möglichkeit für Networking.

Interdisziplinärer Austausch als Basis für die Klimastrategie

Begleitet wird der Überarbeitungsprozess der burgenländischen Klimastrategie von einem Expert:innenbeirat unter der Leitung der renommierten Klimaforscherin Dr. Helga Kromp-Kolb, der Fachwissen aus allen relevanten Bereichen einbringt. Die konstituierende Sitzung des Beirats fand ebenfalls am Mittwoch auf Burg Schlaining statt. Haider-Wallner: „Mit der interdisziplinären Zusammensetzung stellen wir sicher, dass die Klimastrategie ganzheitlich gedacht ist und gleichzeitig umsetzbar bleibt.“

Dem gemäß Burgenländischem Klimaschutzgesetz eingerichteten Expert:innenbeirat gehören neben der Vorsitzenden Dr.in Helga Kromp-Kolb folgende stimmberechtigte Mitglieder an: DIin Christine Zopf-Renner (Mobilitätszentrale Burgenland), DIin Jutta Benedek (Landesimmobilien Burgenland), Dr. Thomas Wrbka (Universität Wien), Dr.in Marion Huber-Humer (Universität für Bodenkultur), Ing. Wolfgang Trimmel, MSc (Netz Burgenland), DIin Martina Offenzeller (Umweltbundesamt), Mag.a Ines Lukic-Zjajo, MA (Arbeiterkammer Burgenland), DI Rainer Wildt (Wirtschaftskammer Burgenland), DI Wolf Reheis (Landwirtschaftskammer Burgenland), Andreas Holzer (Österreichischer Gewerkschaftsbund) sowie Christian Strasser (Industriellenvereinigung Burgenland).

Unterstützend wirken zudem Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsagentur Burgenland, Forschung Burgenland, Bildungsdirektion Burgenland sowie der Hochschule Burgenland mit.

Klimastrategie aus der Praxis für die Praxis

Die Österreichische Energieagentur (AEA) wird die fachliche Begleitung der Überarbeitung übernehmen. Dabei wird klar unterschieden, welche Maßnahmen das Land eigenständig umsetzen kann und wo Unterstützung von Bund und der EU erforderlich ist. Haider-Wallner: „Mit dem Stakeholder:innen-Dialog haben wir alle Perspektiven eingebunden. Wir entwickeln Maßnahmen, die Klimaschutz, Innovation und Energieunabhängigkeit im Burgenland weiter voranbringen.“

Die Veranstaltung auf Burg Schlaining markiert den Startpunkt für eine enge Zusammenarbeit aller politischen Ebenen, Expert:innen und Stakeholder:innen. In der Folge werden die Fortschritte regelmäßig überprüft und die nächsten Schritte abgestimmt. „Mit unseren Ressourcen aus Wind und Sonne können wir die Klimaziele erreichen und gleichzeitig wirtschaftliche Entwicklung fördern. Klimaschutz und Wachstum gehen Hand in Hand“, so Haider-Wallner abschließend.