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18.02.2026 Landtag

Tag der Muttersprache

© BUKV

21. Februar ist Tag der Muttersprache: Vielfalt bewahren, Sprachen stärken

 

Der Internationale Tag der Muttersprache wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen. Er wurde von der UNESCO ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung sprachlicher und kultureller Vielfalt sowie von Mehrsprachigkeit aufmerksam zu machen.

Weltweit ist rund die Hälfte aller gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht. Sprache ist jedoch weit mehr als ein Kommunikationsmittel: Sie ist Ausdruck von Identität, Geschichte und Zugehörigkeit. Der Schutz und die Förderung von Sprachen bedeuten daher auch den Schutz kultureller Vielfalt und gegenseitigen Respekts.

 

Minderheitensprachen sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft

 

Volksgruppenangehörige sind gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft und wichtige Brückenbauer*innen zwischen Kulturen. Ihr Empowerment ist entscheidend, um sprachliche und kulturelle Vielfalt als Mehrwert zu erhalten und dem Verlust von Sprachen entgegenzuwirken.

In Österreich gibt es sechs anerkannte autochthone Volksgruppen: die kroatische, slowenische, ungarische, tschechische und slowakische Volksgruppe sowie die Volksgruppe der Roma. Ihre Sprachen sind Teil unserer verfassungsrechtlich geschützten Vielfalt, und müssen im Alltag sichtbar und lebendig sein.

 

Sprachen aufwerten – Rechte umsetzen

 

Die Muttersprache ist ein zentraler Teil der Identität von Volksgruppenangehörigen. Unsere Verfassung verpflichtet Bund, Länder und Gemeinden dazu, Sprache und Kultur der Volksgruppen zu achten, zu sichern und zu fördern. Das muss sich auch in der Praxis widerspiegeln: in Bildungseinrichtungen, vor Gerichten, im öffentlichen Raum und in der Verwaltung.

 

Mehrsprachigkeit leben – von klein auf

 

Gerade im Burgenland prägen Volksgruppen Sprache, Kultur und Identität des Landes. Ihre Sprachen dürfen nicht auf folkloristische Anlässe reduziert werden, sondern sollen dort selbstverständlich verwendet werden, wo zweisprachige Gemeinden bestehen. Kinder sollen von klein auf erleben, dass Mehrsprachigkeit ein natürlicher Teil ihres Alltags ist.

Der Tag der Muttersprache erinnert uns daran: Sprachliche Vielfalt ist kein Randthema, sondern ein zentraler Bestandteil einer offenen, demokratischen und respektvollen Gesellschaft.

 

Philipp Juranich
Philip Juranich

Landessprecherin-Stv.
Pressesprecher GRÜNER Landtagsklub
Stv. Bezirkssprecher OP
Gemeinderat FR-UP

[email protected]
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