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11.02.2026 Landesregierung

Trockensteinmauern für Natur und Weinbau

Manfred Karner, Gabriel Erhard, Herbert Triebaumer, Samuel Triebaumer, Gerhard Triebaumer, Günter Triebaumer, GRÜNE Landessprecherin und LH-Stv.in Anja Haider-Wallner, Harald Tremmel, Gerold Stagl, Markus Fischl, Georg Seiler, Hubert Weidenbacher, Robert Gassner, Johannes Nehrer, Markus Hammer und Michael Dobrovits

Trockensteinmauern stärken Biodiversität und Weinbaukultur in Rust

Mit dem Projekt „Ruster Trockensteinmauern“ setzt die Freistadt Rust ein starkes Zeichen für Natur- und Artenschutz im Europaschutzgebiet Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge. Das Vorhaben wird im Rahmen des Burgenländischen Arten- und Lebensraumschutzprogramms aus Mitteln des Landschaftspflegefonds gefördert. Das Land Burgenland unterstützt das Projekt mit 5.935 Euro.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, zuständig unter anderem für Naturschutz und Landwirtschaft, unterstreicht die Bedeutung der Initiative: Trockensteinmauern prägen seit Jahrhunderten das Bild der traditionellen Weinbaulandschaft und bieten zugleich wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Mit der Wiedererrichtung dieser Mauern wird nicht nur eine alte Handwerkstechnik weitergegeben, sondern auch ein konkreter Beitrag zur biologischen Vielfalt geleistet.

Handwerk, das Natur und Landschaft verbindet

Im Zuge des Projekts errichten Winzerinnen und Winzer aus der Region unter fachlicher Begleitung der Trockensteinmauer-Schule Österreich eine Trockenstein-Terrassenmauer aus lokalem Sandstein in den Ruster Weinbergen. Der Standort ist bewusst gewählt: Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bestand hier bereits eine solche Mauer.

Ziel ist es, das Wissen rund um diese traditionelle Bauweise in der Region zu stärken, damit künftig weitere Trockensteinmauern eigenständig errichtet und erhalten werden können. Gerade im Europaschutzgebiet sind diese Strukturen selten geworden – umso wichtiger ist ihr Erhalt für bedrohte Arten und für die Umsetzung europäischer Naturschutzziele. Das Projekt zeigt, wie Naturschutz und Landwirtschaft erfolgreich zusammenwirken können.

Ein Stück Ruster Geschichte

Die Trockensteinmauern sind eng mit der Geschichte des Ruster Weinbaus verbunden. Über mehr als sechs Jahrhunderte wurden fünf große Terrassen in die Hänge gebaut, die das Landschaftsbild bis heute prägen. Die einzelnen Höhenstufen wurden durch kunstvoll gesetzte Trockensteinmauern abgegrenzt.

Die Wiedererrichtung dieser Mauern ist ein zentrales Anliegen des Ruster Weinbauvereins, der das Projekt auch in den kommenden Jahren weiterführen möchte. Die Stadtgemeinde Rust unterstützt das Vorhaben seit rund zwei Jahren aktiv. Bürgermeister Gerold Stagl betont die besondere Bedeutung der Mauern für die Identität der Freistadt und ihre Weinbaukultur.

Hintergrund zum Bau

Für die neue Trockensteinmauer wurden insgesamt 22 bis 25 Tonnen Sandstein verbaut. Das Verladen der Steine und die Vorbereitung der Baustelle nahmen einen Tag in Anspruch, das eigentliche Mauern dauerte drei Tage.

Samara Sánchez Pöll
Samara Sánchez Pöll

Medienreferentin Grüne Bgld

Klubobfrau & Jugendgemeinderätin in Eisenstadt
Sprecherin Grüne Jugend Bgld

[email protected]
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