Bodenschutz: Burgenland arbeitet an der Trendumkehr
LH-Stv.in Haider-Wallner: „Wir kennen die Herausforderung und handeln“
Der aktuelle WWF-Bodenreport zeigt: Beim Bodenschutz besteht in ganz Österreich dringender Handlungsbedarf. Auch das Burgenland steht vor dieser Herausforderung. Gleichzeitig setzt das Land bereits konkrete Maßnahmen, um den Bodenverbrauch zu reduzieren und langfristig eine Trendumkehr zu erreichen.
„Der Bodenverbrauch pro Kopf ist im Burgenland historisch bedingt besonders hoch. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen. Gerade weil wir im Burgenland keine großen Städte und zentralen Ballungsräume haben, müssen wir besonders genau hinschauen, wie und wo sich unser Land entwickelt“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Erste positive Entwicklungen sind bereits sichtbar: Der tägliche Bodenverbrauch ist im aktuellen Überprüfungszeitraum von zuletzt 1,3 Hektar auf 0,6 Hektar gesunken. Für Haider-Wallner ist klar, dass diese Entwicklung weiter vorangetrieben werden muss: „Unser Ziel ist es, diesen positiven Trend fortzusetzen und den Verbrauch wertvoller Böden weiter zu reduzieren.“
Mit dem Zukunftsplan 2030 setzt das Burgenland einen klaren Schwerpunkt auf Bodenschutz. Die Bodenschutzoffensive, der Entsiegelungswettbewerb, eine sorgfältige Prüfung neuer Gewerbeflächen sowie die derzeit in Arbeit befindliche Leerstandsdatenbank sind konkrete Maßnahmen, um den Flächenverbrauch zu reduzieren und bestehende Flächen besser zu nutzen.
„Bodenschutz ist kein Thema, das von heute auf morgen erledigt ist. Es ist ein langer Weg. Aber das Burgenland hat die Herausforderung erkannt und setzt konkrete Schritte“, betont Haider-Wallner. „Wir wollen ein Burgenland, das sich wirtschaftlich und gesellschaftlich weiterentwickelt und gleichzeitig seine wertvollen Böden schützt. Dafür braucht es einen langen Atem, vorausschauende Planung und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Flächen – genau darauf setzen wir.“