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05.04.2024 Grünes Wissen

Die Feld­maus

Eine Feldmaus zwischen zwei Getreideähren

Der heimische Nager bringt Vor- und Nachteile

Die Feldmaus gehört zur Familie der Wühlmäuse und ist in ganz Europa und Asien weit verbreitet.

 

Sie wird in der Regel 90–120 mm groß und wiegt selten mehr als 50g.
Die natürliche Lebensdauer der Feldmaus beträgt 2-3 Jahre, die meisten Tiere werden aber aufgrund der vielen Fressfeine keine 3 Monate alt.

 

Das kleine, ursprünglich aus den Steppenregionen kommende Nagetier fühlt sich speziell in Wiesen, Feldern und Waldrändern wohl.

 

Sie ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Wurzeln, Knollen und Samen – und das meist in großen Mengen. Aus diesem Grund sind auch viele Landwirt:innen wenig erfreut, sich den Acker mit diesen kleinen Tierchen zu teilen.

Dazu kommt, dass sie sich geradezu invasiv vermehren können – weibliche Feldmäuse sind mit einem Alter von 14 Tagen geschlechtsreif und können, nach einer Tragezeit von etwa 3 Wochen, pro Wurf bis zu 13 Jungtiere zur Welt bringen! Hochgerechnet aufs ganze Jahr kommt da schon etwas zusammen.

Nur durch dieses Fortpflanzungsverhalten sichert die Feldmaus allerdings das Überleben ihrer und vieler anderer Arten: Sie ist eine wichtige Futterquelle für eine Reihe an Raubvögeln und Eulen, Füchse, Wieseln, Katzen und sogar Schlangen.

 

Mit der anderen Seite der Medaille sieht sich die Landwirtschaft konfrontiert, für die dieses exponentielle Fortpflanzungsverhalten mitunter zu einem echten Problem werden kann.
Gibt es für die Maus ein Überangebot an Nahrung, was speziell in Monokulturen der Fall ist, kommt es häufig zu Mäuseplagen, die leider nicht selten mit Giftködern bekämpft werden. Davon sollte auf jeden Fall Abstand genommen werden, da das Gift auch von geschützten heimischen Arten, wie zum Beispiel dem Feldhamster, aufgenommen werden kann und dessen Population weiter minimiert.
Auch Eulen und Greifvögel können indirekt durch die Erbeutung der vergifteten Feldmäuse in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Auf Feldern, die kleinflächiger und abwechslungsreicher bewirtschaftet und angebaut werden, kommen Mäuseplagen (sowie auch viele andere Plagen) hingegen deutlich seltener vor.

Hannah Neugebauer
Hannah Neugebauer

Presse-, Medienarbeit und Kommunikation

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