Dürre setzt Landwirtschaft massiv unter Druck
GRÜNE Landessprecherin und Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner fordert angesichts der anhaltenden Trockenheit rasche und unbürokratische Unterstützung für die betroffenen Bäuer:innen. Laut Hagelversicherung belaufen sich die dürrebedingten Schäden in Österreich bereits auf rund eine Milliarde Euro. Besonders angespannt ist die Situation im Burgenland: Extreme Hitze und massive Niederschlagsdefizite führen zu deutlichen Ertragseinbußen in der Landwirtschaft.
Daher fordert Haider-Wallner rasche und unbürokratische Unterstützung für jene Bäuer:innen, die von den Ernteausfällen besonders betroffen sind. Gleichzeitig müsse die Bundesregierung aus der zunehmenden Zahl an Extremwetterereignissen Konsequenzen ziehen.
Neben dem angekündigten Hilfspaket brauche es einen grundlegenden Kurswechsel bei Klimaschutz und Klimawandelanpassung. „Es reicht nicht, nach jeder Dürre ein Hilfspaket zu schnüren und dann zur Tagesordnung überzugehen. Wir müssen jetzt Akuthilfe leisten und gleichzeitig echte Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung umsetzen“, so Haider-Wallner.
Dazu gehört für die Grünen auch eine andere Verwendung öffentlicher Mittel. Statt fossile Energieträger weiterhin mit Milliardenbeträgen zu fördern, müssten Investitionen gezielt in Klimaschutz, Renaturierung und die Anpassung an die Folgen der Klimakrise fließen – insbesondere in der Landwirtschaft.
Landwirtschaft braucht Planungssicherheit
Wassersparende Bewirtschaftung, Bodenschutz, Humusaufbau und angepasste Kulturen werden angesichts der veränderten klimatischen Bedingungen immer wichtiger. Dafür brauchen landwirtschaftliche Betriebe verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung bei notwendigen Investitionen.
Haider-Wallner kritisiert zudem die Unterstützung von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig für eine Verlängerung kostenloser CO₂-Zertifikate für die Industrie. Wer frühzeitig in klimafreundliche Technologien investiert habe, dürfe nicht gegenüber jenen benachteiligt werden, die notwendige Investitionen aufgeschoben hätten.