Dürreversicherung: Bund greift burgenländische Forderung tei
Landessprecherin und LH-Stv.in Anja Haider-Wallner: „Langfristige Perspektive für die Landwirtschaft fehlt weiterhin“
Die Bundesregierung hat am Freitag ihr Dürrepaket vorgestellt. Vorgesehen ist unter anderem ein Zuschuss zur Dürreversicherung im Jahr 2027. Damit greift der Bund eine Forderung von Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner teilweise auf. Eine langfristige Perspektive für die Landwirtschaft fehle jedoch weiterhin.
„Die entscheidende Frage bleibt: Wie soll unsere Landwirtschaft mit zunehmender Hitze, Dürre und Wasserknappheit in den kommenden Jahren umgehen? Einzelne Maßnahmen können helfen, ersetzen aber keine langfristige Strategie“, sagt Haider-Wallner.
Eine wesentliche Forderung bleibe zudem offen: die umfassende Versicherung von Hitzetagen. „Wenn Hitzetage zunehmen und damit auch die Schäden, muss sich auch der Versicherungsschutz an diese Realität anpassen. Hier bleibt die Bundesregierung hinter dem Notwendigen zurück.“
Klimagesetz ohne ausreichende Verbindlichkeit
Kritisch bewertet Haider-Wallner auch den präsentierten Entwurf für ein Klimagesetz auf Bundesebene. Der Entwurf müsse zunächst in Begutachtung und sei von einem Beschluss noch weit entfernt.
„Wenn konkrete Maßnahmen und Verbindlichkeit weitgehend fehlen, ist das kein großer Wurf. Gerade für die Landwirtschaft brauchen wir Planungssicherheit und eine Politik, die nicht nur auf die Folgen der Klimakrise reagiert, sondern auch ihre Ursachen bekämpft.“
Das Burgenland habe mit seinem Klimaschutzgesetz bereits gezeigt, dass verbindliche und langfristige Klimapolitik möglich sei. „Wir haben klare Ziele und einen gesetzlichen Rahmen geschaffen. Genau diese Verbindlichkeit brauchen wir auch auf Bundesebene“, betont Haider-Wallner.