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30.06.2026 Landtag

Gute Schulen brauchen klare Mindeststandards

GRÜNE Klubobfrau Margit Paul-Kientzl

Die Änderung des Burgenländischen Pflichtschulgesetzes bringt klare Mindestschüler:innenzahlen zurück. Für die GRÜNE Klubobfrau Margit Paul-Kientzl ist das vor allem eine Frage der Qualität: Schulen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend Lehrpersonal und gute Bedingungen für die Kinder.

„Wenn eine Schule zu klein wird, stehen ihr auch weniger Lehrkräfte zur Verfügung. Das erschwert einen verlässlichen Unterricht, macht Vertretungen im Krankheitsfall schwieriger und kann dazu führen, dass Kinder nicht jene pädagogische Qualität bekommen, die sie verdienen. Qualität braucht Mindeststandards“, betont Paul-Kientzl.

Klare Regeln für gute Schulqualität

Konkret sieht die Novelle künftig Mindestgrößen von durchschnittlich zehn Schüler:innen an Volksschulen, 48 Schüler:innen an Mittelschulen, durchschnittlich sechs Schüler:innen an Sonderschulen und 20 Schüler:innen an Polytechnischen Schulen vor.
Damit soll sichergestellt werden, dass Schulen nicht nur formal bestehen, sondern im Alltag auch gut geführt werden können – mit verlässlichem Unterricht, ausreichend Lehrpersonal und guten Bedingungen für die Kinder.

Entscheidungen mit Augenmaß

Gleichzeitig ist für Paul-Kientzl klar: Mindestzahlen dürfen kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist, dass jede einzelne Situation genau betrachtet wird und das Wohl der Kinder im Mittelpunkt steht.
Die Möglichkeit einer vorübergehenden Stilllegung statt einer sofortigen Auflassung schafft hier mehr Flexibilität. Gemeinden bekommen dadurch mehr Planungssicherheit, ohne dass vorschnell endgültige Entscheidungen getroffen werden müssen.

Minderheitensprachenschulen bleiben besonders geschützt

Wichtig ist außerdem, dass Minderheitensprachenschulen weiterhin besonders geschützt bleiben. Gerade im Burgenland sind diese Schulen ein zentraler Teil der sprachlichen und kulturellen Vielfalt.
Auch bei Deutschförderung und Sommerschule werden die Rahmenbedingungen verbessert, damit noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden kann.
„Diese Novelle schafft klare Regeln. Jetzt kommt es darauf an, sie im Dialog mit den Gemeinden und immer mit Blick auf die Kinder umzusetzen“, sagt die GRÜNE Klubobfrau.