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04.03.2024 Landespartei

Initiativen gegen häusliche Gewalt

Handzeichen bei häuslicher Gewalt

In Österreich ist jede 5. Frau ab 15 Jahren von häuslicher Gewalt betroffen. Mittlerweile gibt es einige Initiativen, die darauf abzielen, schnelle und diskrete Hilfe zu bieten und Menschen aus prekären Situationen zu retten. Es gibt einige Möglichkeiten, wie auch du effektiv dazu beitragen kannst, Sicherheit zu bieten und Menschen zu helfen.

 

Ein einfaches Handzeichen

Viele Frauen erleiden in Österreich häusliche Gewalt, und oft haben die Opfer wenige bis keine Optionen, sich Hilfe zu suchen. Ein einfaches Handzeichen kann jedoch auf die Situation hinweisen und ermöglicht es den Opfern in der Öffentlichkeit, diskret Hilfe anfordern.

 

Das Handzeichen bei Gewalt

  • Hebe deine Hand senkrecht, sodass dein Gegenüber deine Handfläche sehen kann.
  • Knicke deinen Daumen ein, sodass er in der Handinnenfläche liegt.
  • Lege die restlichen Finger der Hand langsam über den Daumen, um eine Faust zu formen.

 

Reaktion auf das Handzeichen

Wenn man dieses Handzeichen sieht, ist es wichtig, sofort und sorgsam zu reagieren, um das Opfer nicht weiter zu gefährden. Ruhe bewahren ist der erste Schritt. Dann sollte man versuchen, mit der Person diskret Rücksprache zu halten, ohne dass der Täter dies bemerkt.

Fragen könnten sein:

  • “Soll ich den Notruf für dich rufen?”
  • “Soll ich in deinem Namen jemanden anrufen?”
  • “Wie kann ich dir helfen?”

 

Ist das nicht möglich, sollte bestenfalls gleich der Notruf gewählt werden.

 

Dr. Viola: Unauffällige Hilfe bei häuslicher Gewalt

In Innsbruck wurde eine weitere Initiative gestartet, die es Opfern von häuslicher Gewalt, unabhängig von Alter oder Geschlecht ermöglichen soll, an der Innsbrucker Klinik unauffällig um Hilfe zu bitten.

Der einfache Satz “Ich muss zu Dr. Viola” bringt hier, ans Klinikpersonal gerichtet, ein komplexes Verfahren in Gange, das das Opfer schützen und aus der Sitiation retten soll, selbst wenn der Täter mit zur Klinik kommt.

 

“Ist Luisa hier?”

Speziell beim Ausgehen werden Frauen und Mädchen oft sexuell belästigt oder angegriffen, sei es durch Grapschen, verbale Übergriffe oder sogar durch den Einsatz von K.O.-Tropfen.

Die Kampagne “Ist Luisa hier?” bietet Unterstützung in solchen brenzligen Situationen. Wenn ein Mädchen oder eine Frau dieses Codewort dem Personal in einem Gastronomiebetrieb nennt, erhalten sie schnell und diskret Hilfe, sei es ein Taxi, ein Bekannter oder im Notfall sogar die Polizei. Betriebe können entsprechend geschult werden, um auf diese Situationen angemessen zu reagieren.

 

Teilen und aufklären, und was Du tun kannst

Es ist entscheidend, Initiativen wie diese zu teilen, damit Opfern von häuslicher Gewalt die Unterstützung zuteil wird, die sie benötigen. Ob durch das Teilen von Informationen und das Erzählen über das Handzeichen bei Freunden und Bekannten, oder die simple Aufklärung darüber, wie weit verbreitet auch in Österreich häusliche Gewalt leider immer noch ist, damit grundsätzlich die Aufmerksamkeit für dieses Thema steigt.

Wenn du das nächste Mal in deiner Lieblingsbar bist, könntest du auch den/die Betreiber:in des Lokals auf die „Ist Luisa hier?“ – Kampagne aufmerksam machen. Alle unterstützenden Materialien hierzu sind einfach und kostenlos anforderbar.

 

Wir setzen uns dafür ein, das Angebot und die Möglichkeiten für effektiven Opferschutz bei häuslicher Gewalt massiv auszubauen.

Nur, wenn so viele Menschen wie möglich Bescheid wissen, kann auch effektiv Hilfe geleistet werden. Hier kommt es auf jede:n von uns an.