GRÜNE zum Internationalen Tag der Demokratie
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – gerade in Zeiten von Polarisierung, Fake News und künstlicher Intelligenz braucht es Vertrauen und eine gemeinsame Basis für gesellschaftlichen Dialog. Zum Internationalen Tag der Demokratie am 15. September erinnern die GRÜNEN Burgenland daran, dass eine lebendige Demokratie nicht allein von ihren Institutionen getragen wird, sondern vor allem auch von den Menschen selbst.
Vertrauen, Dialog und Zusammenhalt stärken
„Demokratie lebt von Beteiligung, vom Zuhören und vom persönlichen Austausch. Gerade weil Vertrauen in Politik und Institutionen nicht selbstverständlich ist, finde ich es besonders wichtig, dass wir offen und ansprechbar bleiben und zeigen: Politik ist keine abgeschlossene Welt – wir sind da, wir hören zu und wir wollen das Burgenland gemeinsam gestalten“, betont die GRÜNE Landessprecherin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner die Bedeutung des unmittelbaren Austauschs mit den Menschen.
Vertrauen braucht eine gemeinsame Grundlage
Worauf können wir vertrauen – und wem? Diese Frage ist für die GRÜNE Klubobfrau Margit Paul-Kientzl zu einer der zentralen Fragen unserer Demokratie geworden.
„Demokratische Gesellschaften funktionieren nur, wenn Menschen darauf vertrauen können, dass Rechte geschützt werden, Institutionen nach gemeinsamen Regeln handeln – und dass es eine gemeinsame Grundlage an Fakten gibt, über die diskutiert und gestritten werden kann. Wenn immer schwerer erkennbar wird, was echt ist, welche Informationen verlässlich sind und welchen Quellen man vertrauen kann, wird auch demokratische Meinungsbildung schwieriger.“
Paul-Kientzl bleibt dennoch optimistisch: „Demokratie erhebt nicht den Anspruch, perfekt zu sein. Und genau das ist ihre Stärke: Sie gibt uns die Freiheit und die Möglichkeit, Dinge zu verändern, Missstände offen anzusprechen und gemeinsam bessere Lösungen zu finden.“
Unterschiedliche Stimmen gehören zur Demokratie
Eine funktionierende Demokratie lebt davon, dass unterschiedliche Positionen aufeinandertreffen und ausgehandelt werden, ergänzt Landtagsabgeordneter Philip Juranich:
„Demokratie bedeutet nicht, dass wir alle derselben Meinung sein müssen. Im Gegenteil: Sie ist dafür geschaffen, mit unterschiedlichen Interessen, Überzeugungen und Lebensentwürfen umzugehen.“
Und weiter: „Wir erleben aber zunehmend ein Freund-Feind-Denken, bei dem jedes Entgegenkommen als Schwäche betrachtet wird. Dabei ist die Fähigkeit zum Kompromiss keine Schwäche, sondern eine der größten Stärken der Demokratie. Nur so kommen wir als Gesellschaft gemeinsam weiter.“
Freiheit gemeinsam schützen und weiterentwickeln
Beide Abgeordneten heben abschließend hervor: „Noch nie hatten so viele Menschen in unseren Breiten so viele Möglichkeiten, frei über ihr Leben zu entscheiden, ihre Meinung zu äußern, Politik zu kritisieren und an gesellschaftlichen Entscheidungen mitzuwirken. Diese Freiheit sollten wir nicht kleinreden, sondern gemeinsam schützen, nutzen und weiterentwickeln.“