Neues CO₂- und Energiebilanz-Tool
Neues CO₂-Tool macht Fortschritte beim Klimaschutz sichtbar
Das Burgenland macht Fortschritte beim Klimaschutz künftig transparent und messbar: Ein neues Berechnungstool für Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Energieerzeugung zeigt erstmals jährlich nachvollziehbar, wie sich das Land auf dem Weg zur Klimaneutralität entwickelt. Präsentiert wurde das Tool von Klimaschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner gemeinsam mit der Forschung Burgenland.
„Das Ziel Klimaneutralität 2040 ist ambitioniert! Um kontinuierlich am richtigen Weg zu bleiben, müssen die Auswirkungen der Maßnahmen messbar und jährlich überprüfbar sein“, betonte Haider-Wallner bei der Präsentation.
Das neue System wurde im Auftrag des Landes Burgenland entwickelt und basiert auf den Daten des Umweltbundesamtes sowie den Bundesländerberichten. Es ermöglicht eine detaillierte Analyse der Emissionen und des Energieverbrauchs in einzelnen Bereichen wie Verkehr, Gebäude oder Landwirtschaft. Damit kann künftig genauer nachvollzogen werden, welche Maßnahmen welche Auswirkungen auf Emissionen, Energieverbrauch und den Ausbau erneuerbarer Energien haben.
Emissionen auf niedrigstem Stand seit 1990
Die aktuellen Zahlen zeigen eine positive Entwicklung: Im Jahr 2024 lagen die Treibhausgasemissionen im Burgenland bei 1,55 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent – dem niedrigsten Wert seit 1990. Gegenüber 2023 entspricht das einem Rückgang von 5,1 Prozent. Der Verkehrssektor bleibt mit 52 Prozent weiterhin der größte Emittent, gefolgt von Landwirtschaft und Gebäuden.
„Im Gebäudesektor sind bereits deutliche Erfolge durch den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme erkennbar“, so Haider-Wallner.
Ausbau erneuerbarer Energie schreitet voran
Auch beim Ausbau erneuerbarer Energie setzt sich der positive Trend fort. Windkraft und Photovoltaik werden kontinuierlich ausgebaut, gleichzeitig steigt die Produktion biogener Wärme aus Holz und Biogas. Insgesamt sinkt der Anteil fossiler Energieträger wie Gas, Öl und Diesel, was sich auch in den rückläufigen Emissionswerten widerspiegelt.
Damit stärkt das Burgenland seine Rolle als Vorreiterregion für erneuerbare Energie und nachhaltige Energieversorgung.
Forschung unterstützt Umsetzung der Klimastrategie
Neben dem CO₂-Tool begleitet die Forschung Burgenland das Land auch mit weiteren Projekten zur Umsetzung der Klimastrategie – etwa zur klimaneutralen Verwaltung, zur Nutzung von Satellitendaten, zur Wärmewende in der Region Eisenstadt oder zu den Auswirkungen von Trockenheit und Wasserknappheit im Seewinkel.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Klimaziele erreichen – und mit diesem Tool haben wir jetzt auch jedes Jahr klar im Blick, wo wir stehen, was wirkt und wo wir nachlegen müssen“, betonte Haider-Wallner abschließend.