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17.04.2025 Grünes Wissen

Tag der Erde 2025: Gemeinsam für Umwelt und Natur

Der Tag der Erde wird in mehr als 175 Ländern begangen

Bewusstsein am Tag der Erde

Jedes Jahr am 22. April wird weltweit der „Earth Day“ (Tag der Erde) begangen. Dieser Aktionstag soll das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz schärfen und auf dessen Notwendigkeit hinweisen​. In Zeiten von Klimakrise, Artensterben und Umweltverschmutzung ist dieser Appell so wichtig wie nie. Auch in Österreich – und ganz besonders im Burgenland – nutzen Initiativen den Earth Day, um Menschen zu motivieren, unsere Natur zu schützen und nachhaltig zu handeln. Denn eines ist klar: Wir haben nur diese eine Erde, und es liegt an uns allen, sie für uns und unsere Kinder lebenswert zu erhalten.

Klimaschutz: Grüne Impulse für ein klimaneutrales Burgenland

Das Burgenland hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2030 soll das Bundesland klimaneutral werden. Anja Haider-Wallner, Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutz-Landesrätin, treibt dieses Vorhaben maßgeblich voran. Sie plant, noch im ersten Halbjahr ein burgenländisches Klimaschutzgesetz vorzulegen und eine Photovoltaik-Offensive zu starten. Ein Vorzeigeprojekt ist der Agri-PV-Wind-Park in Tadten/Wallern, Europas größtes seiner Art, das sie kürzlich besuchte.

Genauso engagiert wie beim Klimaschutz geht das Burgenland auch beim Naturschutz voran. Die Region verfügt über kostbare Lebensräume – vom Schilfgürtel des Neusiedler Sees bis zu den Weinidyll-Landschaften und Wäldern im Süden – und es gibt zahlreiche Projekte, um diese Artenvielfalt zu bewahren.

Die Aktion „Natur im Garten“ findet Anklang: Immer mehr öffentliche Parks und private Gärten werden ohne chemische Spritzmittel gepflegt, um Schmetterlinge, Wildbienen und Vögel zu fördern. Das Land Burgenland selbst verzichtet bereits seit 2013 auf den Einsatz von Glyphosat entlang seiner Straßen​. Zudem hat das Burgenland als erstes Bundesland ein Gesetz gegen die Ausbreitung des invasiven Ragweed (Ambrosia-Pflanze) erlassen, um Allergien vorzubeugen und heimische Pflanzen zu schützen.
All diese Maßnahmen – ob große Naturschutzprojekte oder viele kleine Schritte in den Gemeinden – tragen dazu bei, die Naturvielfalt der Region zu erhalten und ein stärkeres Bewusstsein für unsere Umwelt zu fördern.

Herausforderungen und Aufruf zum Handeln

Trotz aller Fortschritte stehen Herausforderungen an. Die Klimaveränderung ist in Burgenland bereits spürbar: So sank der Wasserstand des Neusiedler Sees zuletzt besorgniserregend tief – ein historisches Tief, das früher nur in extremen Dürrejahren erreicht wurde.
Österreich selbst verbraucht weiterhin mehr Ressourcen und Fläche, als nachhaltig ist. Täglich werden rund 12 Hektar Boden neu verbaut – ehemals Wiesen, Wälder oder Felder, die für immer verloren gehen​. Um diese Entwicklung zu bremsen, braucht es uns alle. Jeder Beitrag zählt – sei es durch bewusstes Konsumieren, Müllvermeidung, umweltfreundliche Mobilität oder aktive Mithilfe bei lokalen Umweltschutzaktionen. Der Tag der Erde erinnert uns daran, was auf dem Spiel steht, und er kann uns motivieren, gemeinsam Lösungen zu finden.

„Der Tag der Erde ist ein Weckruf: Unsere Lebensgrundlagen sind nicht unendlich. Weder fruchtbare Böden noch saubere Luft noch intakte Ökosysteme. Umso wichtiger ist es, auch unser Konsumverhalten zu überdenken. Was, wie viel und wie wir konsumieren, hat direkten Einfluss auf Klima, Umwelt und Menschen weltweit. Weniger Wegwerfgesellschaft, mehr regionale Kreisläufe – für eine Zukunft, in der Mensch und Natur im Gleichgewicht leben können.”, gibt Landessprecherin Anja Haider-Wallner zu bedenken.

Die Erde ist unser Zuhause, und es liegt in unserer Verantwortung, achtsam mit ihr umzugehen und ihr etwas zurückzugeben. In diesem Sinne: Machen wir jeden Tag zum Tag der Erde, im Großen wie im Kleinen.