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    Barrierefreiheit
29.04.2026 Landesregierung

„Was hab´ ich da am Teller?“

Bild (Land Oberösterreich/Denise Stinglmayr): Landwirt Klaus Bauernfeind, LR Stefan Kaineder, LH-Stv.in Anja Haider-Wallner, Gastronom Johannes Eidenberger.

Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie bringt Transparenz für Konsument:innen

Wer ins Wirtshaus geht, will genießen. Und wissen, was am Teller liegt. Doch genau das ist oft unklar: Woher kommt das Fleisch im Schnitzel? Die Milch im Dessert?

Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und der oberösterreichische Landesrat Stefan Kaineder fordern daher klare Regeln: Herkunftskennzeichnung muss auch in der Gastronomie Standard werden – europaweit und als ersten Schritt in Österreich.

Transparenz darf nicht an der Restauranttür enden

Im Supermarkt ist vieles längst geregelt. Doch in der Gastronomie fehlt diese Transparenz oft. Genau hier braucht es klare Vorgaben: Herkunft muss sichtbar sein – bei Fleisch, Milch, Eiern und allen daraus hergestellten Produkten.

„Wir wollen beim Essen keine Detektivarbeit leisten müssen. Wenn ich im Gasthaus sitze, will ich wissen: Kommt das Fleisch aus Oberösterreich, aus Österreich oder gar aus Südamerika? Das ist kein Luxus, das ist eine Frage von Respekt gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten und unseren Bäuerinnen und Bauern.“

Ein erster Schritt ist bereits gelungen: Seit 2023 gilt in Kantinen und Großküchen eine verpflichtende Kennzeichnung. In Restaurants, Wirtshäusern und beim Take-away fehlt diese Klarheit aber weiterhin.

Europa zeigt: Es geht längst

Andere Länder machen vor, dass Herkunftskennzeichnung funktioniert – etwa Schweden, die Slowakei oder Finnland. Es gibt praktikable Lösungen, die den Alltag nicht komplizierter, sondern transparenter machen.

Jetzt handeln statt warten

Solange es keine einheitliche EU-Regel gibt, braucht es eine klare nationale Lösung. Ziel ist eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in allen gastronomischen Betrieben in Österreich.

„Wer Transparenz ernst meint, muss sie auch durchsetzen. Jetzt ist der Moment, das in Österreich umzusetzen“, sind sich Anja Haider-Wallner und Stefan Kaineder einig.

Mit internationalen Handelsabkommen wächst zudem der Druck auf heimische Betriebe. Ohne klare Kennzeichnung bleibt für Konsumentinnen und Konsumenten oft unsichtbar, was tatsächlich am Teller liegt.

Transparenz schafft Vertrauen – und stärkt die Region

Herkunftskennzeichnung ist mehr als eine Information: Sie ist Entscheidungshilfe für Konsument:innen, schützt ehrliche Betriebe und stärkt die regionale Landwirtschaft.

Samara Sánchez Pöll
Samara Sánchez Pöll

Medienreferentin Grüne Bgld

Klubobfrau & Jugendgemeinderätin in Eisenstadt
Sprecherin Grüne Jugend Bgld

[email protected]
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