Burgenländische Jugendpolitik bei EGL in Tromsø vertreten
Wie kann Jugendarbeit junge Menschen besser erreichen? Wie können Gemeinden Jugendbeteiligung stärken und voneinander lernen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die diesjährige Europe Goes Local (EGL)-Konferenz im norwegischen Tromsø. Mit dabei war Samara Sánchez Pöll, Klubobfrau der Grünen Eisenstadt, Jugendgemeinderätin und Landessprecherin der Grünen Jugend Burgenland. Gemeinsam mit Manuel Kalss, Jugendgemeinderat in Berg, nahm sie als Teil der österreichischen Delegation an der internationalen Veranstaltung teil. Begleitet wurden die beiden von Zurab Samadalashvili, Mitarbeiter von Erasmus+ Österreich.
Europe Goes Local ist ein europaweites Netzwerk zur Weiterentwicklung kommunaler Jugendarbeit. Bei der diesjährigen Konferenz kamen Vertreter:innen von Gemeinden, Jugendorganisationen, Jugendzentren, Verwaltungen und europäischen Institutionen zusammen, um erfolgreiche Projekte vorzustellen, Herausforderungen zu diskutieren und neue Kooperationen anzustoßen.
Tromsø, die Stadt in Norwegen, die 2026 den Titel Europäische Jugendhauptstadt trägt, bot dafür den passenden Rahmen. Neben Vorträgen und Diskussionen standen Besuche verschiedener Jugend- und Bildungseinrichtungen auf dem Programm. Die Teilnehmer:innen konnten Jugendzentren, kulturelle Einrichtungen, die öffentliche Bibliothek, das samische Kulturhaus sowie Projekte der aufsuchenden Jugendarbeit kennenlernen und sich direkt mit den Verantwortlichen austauschen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Konferenz lag auf den Herausforderungen von Jugendarbeit in abgelegenen, ländlichen und strukturschwächeren Regionen. Vertreter:innen aus Nordnorwegen, den Azoren, Sardinien und weiteren europäischen Regionen berichteten darüber, wie junge Menschen auch fernab großer Städte erreicht und aktiv in gesellschaftliche Prozesse eingebunden werden können. Darüber hinaus wurden innovative Projekte zu demokratischer Beteiligung, Freiwilligenarbeit, Jugendschutz, digitaler Bildung und europäischer Zusammenarbeit vorgestellt.
„Besonders beeindruckt hat mich die Offenheit und Motivation der Teilnehmer:innen aus ganz Europa. Es war inspirierend zu sehen, wie viele kreative Ansätze es gibt, um junge Menschen einzubinden und ihnen echte Mitgestaltungsmöglichkeiten zu geben. Gleichzeitig sind viele Kontakte entstanden, aus denen hoffentlich langfristige Kooperationen und gemeinsame Projekte entstehen werden“, sagt Samara Sánchez Pöll.
Für die Grüne Politikerin steht vor allem die Weiterentwicklung der Jugendarbeit im Burgenland und in Eisenstadt im Mittelpunkt. Ein besonderes Anliegen ist ihr der Ausbau professioneller Jugendsozialarbeit auf kommunaler Ebene.
„Mein Herzensanliegen ist, dass junge Menschen in in Eisenstadt “Streetworker:innen” haben, die sie begleiten, unterstützen und stärken. Jugendsozialarbeit kann einen enormen Beitrag leisten, um Jugendliche zu erreichen und ihnen Perspektiven zu eröffnen. Die Konferenz hat gezeigt, wie viele erfolgreiche Modelle es in Europa bereits gibt und wie viel wir voneinander lernen können“, betont Sánchez Pöll.
Die in Tromsø geknüpften Kontakte sollen nun auch für zukünftige internationale Kooperationen genutzt werden.
Europe Goes Local zeigte auf, dass gute Jugendarbeit nicht an Landesgrenzen endet. Der europäische Austausch liefert wertvolle Ideen und Kontakte, um auch vor Ort neue Impulse für Jugendbeteiligung und soziale Unterstützung junger Menschen zu schaffen.