Dorfentwicklungsstrategie 2026
LH-Stv.in Anja Haider-Wallner: „Die Entwicklung unserer Gemeinden ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben im Burgenland“
Das Land Burgenland präsentiert ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Zukunft seiner 171 Gemeinden – mit einer Million Euro Fördermitteln und vier konkreten Bausteinen.
Mit der Dorfentwicklungsstrategie 2026 bringt das Land Burgenland Förderung, Beratung und Beteiligung erstmals in einem gemeinsamen Paket zusammen – und setzt damit einen wichtigen Meilenstein für die Stärkung des ländlichen Raums.
Die vier Bausteine im Überblick
- Neue Förderrichtlinie für Dorfentwicklungsmaßnahmen– tritt am 1. Juni 2026 in Kraft und löst die bisherige Richtlinie aus 2015 ab
- Strategie„Gemeinsam gestalten”– strategischer Leitfaden zur klimafitten Dorfentwicklung für Gemeinden, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger
- Impulsraum Dorfentwicklung Burgenland– neue Plattform für Vernetzung, fachlichen Austausch und Projektentwicklung
- Regelmäßige Sprechtage– Beratung und Unterstützung für Gemeinden, Vereine und Privatpersonen bei Projektideen und Förderfragen
Neue Förderrichtlinie als Kernstück
Die neue „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen der Dorfentwicklung im Burgenland 2026″ richtet sich an alle 171 burgenländischen Gemeinden und unterstützt Projekte für eine nachhaltige, klimafreundliche und zukunftsfähige Entwicklung. Gefördert werden unter anderem:
- Revitalisierung und Nachnutzung von Gebäuden in Ortskernen
- Maßnahmen zur Stärkung der lokalen Wohn-, Wirtschafts- und Sozialstruktur
- Initiativen zu Sanierung und Energiesparen
- Qualitätsvolle Planungen und Investitionen im öffentlichen Raum
Baukultur, Ortsbildschutz und nachhaltige Lösungen stehen dabei besonders im Fokus.
„Gemeinsam gestalten" – Strategie für klimafitte Dörfer
Der strategische Leitfaden reagiert auf zentrale Herausforderungen wie Klimawandel, Leerstand, Abwanderung und den Funktionsverlust vieler Ortszentren. Das Leitprinzip ist die Entwicklung „von innen nach außen”: Durch die Revitalisierung bestehender Gebäude, die Nutzung von Leerständen und konsequente Innenentwicklung sollen Flächenverbrauch und Zersiedelung reduziert werden. Zentrale Ziele sind:
- Attraktive Ortszentren mit einer ausgewogenen Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung, Handwerk und Kultur
- Barrierearme Freiräume und wohnortnahe Grün- und Begegnungszonen
- Maßnahmen zur Entsiegelung und Klimaanpassung
- Stärkung der Biodiversität und Verbesserung des Mikroklimas
„Dorfentwicklung funktioniert nur gemeinsam. Niemand kennt die Stärken und Herausforderungen eines Dorfes besser als die Menschen, die dort leben. Deshalb setzen wir auf Austausch und Beteiligung statt Vorgaben von oben.”— Anja Haider-Wallner, LH-Stellvertreterin und Dorferneuerungsreferentin
Termine & Veranstaltungen
Impulsraum Dorfentwicklung am 17. September 2026
Sprechtag Eisenstadt am 24. September 2026
Sprechtag Oberwart am 22. Oktober 2026
Hintergrund und Einbettung
Die Dorfentwicklungsstrategie 2026 ist Teil der Umsetzung des burgenländischen Regierungsprogramms in den Bereichen Bodenschutz, ländliche Entwicklung und Dorferneuerung. Sie baut auf bestehende Netzwerke auf – von Gemeinden und LEADER-Regionen über Vereine bis hin zu zahlreichen Akteurinnen und Akteuren der Regionalentwicklung. Bewährte Beteiligungsformate und erfolgreiche Praxisbeispiele werden weiterentwickelt und für die Herausforderungen der Zukunft nutzbar gemacht.
Bereits im ersten Regierungsjahr wurden mit dem Hauptreferat „Ländliche Entwicklung, Dorferneuerung und Bodenschutz”, dem Entsiegelungswettbewerb „Baba, Beton!” sowie dem Burgenländischen Bodensymposium wichtige Impulse gesetzt. Das Bodensymposium findet im kommenden November bereits zum zweiten Mal statt.
„Lebensqualität zeigt sich für mich in den kleinen Momenten im Dorf: wenn Jung und Alt einander begegnen, wenn Gemeinschaft spürbar ist und ein Ort wirklich lebt.”— Anja Haider-Wallner
Kontakt & Information: Interessierte Gemeinden, Vereine und Privatpersonen können die Sprechtage nutzen, um Unterstützung bei Projektideen zu erhalten sowie Informationen zu Fördermöglichkeiten und Einreichfristen einzuholen.