Greenpeace-Umfrage: Burgenland hat wenig Ambition
Petrik: Flächenverbrauch verbindlich begrenzen
Ein aktuelle Greenpeace-Umfrage weist dem Burgenland tendenziell negative Ambitionen beim Bodenschutz aus. Für die GRÜNEN ein weiteres Alarmsignal, denn gerade im Burgenland stehen wirtschaftliche Interessen beim Flächenverbrauch immer noch an oberster Stelle. “Das negative Urteil von Greenpeace ist dabei kein Ruhmesblatt für die Landesregierung. Es braucht endlich verbindliche Ziele, um die Vernichtung unseres Bodens auf ein Minimum zu reduzieren. Die SPÖ muss den Flächenverbrauch auf 2,5 ha pro Tag begrenzen”, fordert die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik.
Bisherige Maßnahmen nicht ausreichend
Das Verbot von Supermärkten auf der Wiese beim Kreisverkehr – eine langjährige Forderung der GRÜNEN – ist zwar ein wichtiger Schritt, aber das reiche bei Weitem nicht. Petrik: Landesrat Dorner erkennt zwar im Gegensatz zu Landeshauptmann Doskozil die Dringlichkeit des Problems, doch Projekte wie Businessparks und ein Spital mitten im Weingarten, bei denen in Summe hunderte Hektar Boden betoniert werden, sind weiter in Planung”. Das gefährde nicht nur die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln, es befördere Überschwemmungen, gefährde die Artenvielfalt und erzeuge gewaltige Hitzeinseln.
“Nach diesem Sommer voller Extremwetter muss auch die restliche Landesregierung endlich mit dem alten Denken aufhören und neue Wege beschreiten. Wir brauchen die Obergrenze von 2,5 Hektar Bodenverbrauch in den Landesgesetzen”, verlangt Petrik.