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05.12.2024 Landespartei

Weltbodentag: Wir betonieren unsere Nahrung weg!

Die Bodenversiegelung hat zahlreiche negative Auswirkungen. Eine davon: der Verlust von Anbauflächen für die Landwirtschaft und damit Boden für die Lebensmittelproduktion.

 

Laut einer heute von Greenpeace veröffentlichten Berechnung gehen alle fünf Minuten 250 kg zukünftiger Ernte durch verbaute Böden verloren. Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller: „Mitten im Klimawandel ist das doppelt problematisch, da wir durch Hitze und Extremwetter bereits eine Reduktion der Erträge hinnehmen müssen. Wenn jetzt zusätzlich laufend Ackerboden für Businessparks des Landes, riesige Logistikhallen, Baumärkte und Co. geopfert wird, ist unsere Eigenversorgung mit Lebensmitteln stark gefährdet.“

 

Spitzmüller weiter: „Greenpeace hat mit seiner Kritik völlig recht: Die lokale Lebensmittelproduktion wird zwar hochgelobt, von der fortschreitenden Bodenversiegelung in Österreich aber laufend verringert, wodurch die Abhängigkeit vom Ausland immer größer wird.“

 

Negativbeispiele gibt es zuhauf. Zuletzt wurde in Mattersburg eine Billa-Filiale geschlossen, da wenige Meter entfernt eine neue eröffnet wurde. Besonders viel Ackerfläche fressen die neuen Businessparks des Landes, wie etwa bei Steinberg/Dörfl. Wir GRÜNEN fordern daher am 10. Dez. in der von uns einberufenen aktuellen Stunde „Wer betoniert, verliert – Schluss mit Bodenversiegelung“ einen Stopp der zunehmenden Zubetoniererei.

 

Die GRÜNEN haben auf Bundesebene stark für eine 2,5-ha-Grenze bei der Bodenversiegelung gekämpft, leider haben die Bundesländer unabhängig vom Bund eine Bodenstrategie ohne Hektarbegrenzung beschlossen. Schreitet die Entwicklung der Bodenversiegelung weiter voran, schneiden wir uns Bissen für Bissen von unserer Nahrungsmittelversorgung ab. Jeder Hektar weniger Boden bedeutet auch weniger regionale Nahrungsmittel.