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14.07.2023 Landespartei

GRÜ­NE beim Lo­ka­lau­gen­schein: Biber-Re­vier in Neu­haus

Geniales Investment gegen Hochwasser: Biber-Reviere

Gemeinsam mit Astrid Rössler, der ehemaligen Umweltlandesrätin in Salzburg und nun GRÜNER Umweltsprecherin im Nationalrat, macht sich der GRÜNE Umweltsprecher Wolfgang Spitzmüller im südburgenländischen Neuhaus in der Wart ein Bild des neu geschaffenen Biber-Reviers. “Die Wetterextreme nehmen zu und bei Starkregen brauchen wir schnell verfügbare Pufferflächen. In diesen wird das Wasser zurückgehalten und langsam wieder abgegeben, natürlich auch ins Grundwasser”, erklärt Rössler die vielen Vorteile des Bibers. Spitzmüller ergänzt: “Das ist ein perfekter Lebensraum und wird uns quasi kostenlos vom Biber zur Verfügung gestellt”.

Artenvielfalt fördern

Der Naturschutzbund hatte in Abstimmung mit der Gemeinde die ehemalige Ackerfläche entlang des Teichbaches für rund 22.000 Euro gekauft und dem Biber als Revier zur Verfügung gestellt. Diese dient nun nicht nur als Hochwasserschutz, sondern auch als Lebensraum für sehr viele Arten. “Es gibt hier viel mehr Platz für Tiere und Pflanzen, die sonst hier keinen Lebensraum hätten. Libellen zum Beispiel brauchen stehendes Gewässer und das schafft der Biber”, erklärt Spitzmüller.

Hohe Fördersummen

Rund 5 km entlang des Baches ist so ein Biber-Revier. Im Burgenland gibt es bisher nur vier dieser Art. Spitzmüller wie auch Rössler ermutigen die Gemeinden, ihre Biberprojekte jetzt zu entwickeln und einzureichen, denn es gibt für Biber-Reviere hohe Fördersummen. “Der Bio-Diversitätsfonds ist mit 80 Mio. Euro gefüllt, um genau solche Lebensraumverbesserungen zu finanzieren. Die Gemeinden sollen daher jetzt darüber nachdenken, dass man diese Fördergelder abholen kann”, berichtet Rössler.

Biber-Management

Es gibt für unterschiedliche Gegebenheiten verschiedene Biber-Konzepte. Grundstücke können etwa statt gekauft auch gepachtet werden und wenn die Region es geographisch nicht zulässt, gibt es eine Kompromiss-Lösung: Man das Biber-Revier auch eingrenzen, indem die Dämme des vierbeinigen Baumeisters niedrig gehalten werden. “Dann hält sich das Überschwemmungsgebiet in Grenzen, schafft aber dennoch genug Platz für Bienen, Schmetterlinge und Vögel und dient als natürliches Rückstaubecken bei Hochwasser”, zählt Spitzmüller auf. Ansprechstelle ist im Burgenland das Biber-Management des Landes.

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

[email protected]
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