GRÜNE Burgenland feiern 40 Jahre politische Arbeit
GRÜNE Burgenland feiern 40 Jahre politische Arbeit und blicken mit Stolz zurück und arbeiten mit ganzem Herzen an einer guten Zukunft
Seit 40 Jahren gibt es die GRÜNEN Burgenland. Was mit einer politischen Bewegung begann, ist heute eine etablierte politische Kraft im Land. Anlässlich des Jubiläums blicken Bundessprecherin Leonore Gewessler, Landessprecherin Anja Haider-Wallner und Klubobfrau Margit Paul-Kientzl auf vier Jahrzehnte GRÜNE burgenländische Politik zurück und sprechen über die Herausforderungen, vor denen das Burgenland heute steht.
Diese 40 Jahre sind vor allem eine Geschichte der Menschen, die sich eingemischt, neue Themen auf die politische Agenda gesetzt und immer wieder gezeigt haben, dass Veränderung möglich ist. Die Themen, für die sich Menschen bei den GRÜNEN engagieren, sind vielfältig. Die gemeinsame Klammer dahinter ist für Landessprecherin Anja Haider-Wallner der Glaube an eine gute Zukunft und an ein gutes Leben für alle und alles.
„Ich bin stolz, Teil der GRÜNEN Burgenland zu sein. So viele Menschen engagieren sich tagtäglich für eine bessere Welt und eine gute Zukunft sind mit ganzem Herzen dabei und lassen sich trotz Gegenwind nicht unterkriegen. Für viele Ideen wurden unsere Vorgänger:innen zuerst ausgelacht, dann angefeindet und heute sind sie selbstverständlich“, sagt Haider-Wallner. Sie erwähnt in diesem Zusammenhang Windkraft, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Burgenland oder die Bio-Quote von 40% der Flächen.
Die 40-Jahr-Feier ist für die GRÜNEN daher nicht nur Anlass, auf die eigene Geschichte zurückzublicken und Erreichtes zu feiern, sondern auch, die politischen Herausforderungen der Gegenwart in den Mittelpunkt zu stellen. Denn trotz aller Erfolge gibt es weiterhin viel zu tun. Das zeigt sich gerade in der Landwirtschaft besonders deutlich: Als für Landwirtschaft zuständige Landesrätin erlebt Haider-Wallner unmittelbar, vor welchen Herausforderungen die Bäuerinnen und Bauern im Burgenland angesichts von Hitze, Trockenheit und Wassermangel stehen. Die heurige Getreideernte fiel mengenmäßig so schlecht aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr, bei zahlreichen Kulturen kam es zu erheblichen Ernteausfällen. Rund 65 Millionen Euro Dürreschäden wurden allein im Burgenland verzeichnet.
Für Haider-Wallner zeigt sich hier sehr konkret, wohin der Weg in der Landwirtschaft führen muss: zu mehr Bodenschutz, biologischer und regenerativer Landwirtschaft, einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und einem stärkeren Einklang mit der Natur. Gleichzeitig brauche es Unterstützung für jene, die den Wandel in der Landwirtschaft gestalten müssen. „Die Herausforderung ist, die Menschen mitzunehmen, Übergänge zu unterstützen und ein starres System aufzubrechen“, so Haider-Wallner.
Die Klimakrise ist damit längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie findet auf unseren Feldern, in unseren Gemeinden und im Alltag der Menschen statt.
Gewessler: „Seit 40 Jahren zeigen wir, dass Veränderung möglich ist“
Für Bundessprecherin Leonore Gewessler ist der Auftrag auch nach 40 Jahren klar: „Wir sind angetreten, weil Menschen gesagt haben: So geht’s nicht weiter, wir müssen etwas verändern. Dieser Anspruch gilt bis heute.“
Dabei gehe es um Verbesserungen, die für die Menschen spürbar werden: „Wenn aus Betonflächen wieder begrünte Plätze werden, wird der Sommer im Ort erträglicher. Wenn wir Wasser besser in der Landschaft halten, helfen wir der Landwirtschaft, mit zunehmender Trockenheit umzugehen. Genau darum geht es uns: Politik muss einen Unterschied machen“, so Gewessler.
Das sei auch die politische Antwort auf Verunsicherung und gesellschaftliche Spaltung: „Wir werden dieses Land nicht den Spaltern überlassen. Wer sich Sorgen um die Zukunft macht, braucht eine Politik, die Probleme löst und Hoffnung gibt. Dafür stehen wir Grüne”, sagt Gewessler.
Das Jubiläum sei deshalb Anlass zum Dank und Auftrag zum Weiterarbeiten: „Dass wir heute seit 40 Jahren Politik mitgestalten können, verdanken wir den Menschen, die sich eingemischt und Verantwortung übernommen haben. Auf dieser Arbeit bauen wir auf. Und dafür braucht es weiterhin starke Grüne – in den Gemeinden, im Landtag und in der Landesregierung.“
Vom politischen Engagement zur konkreten Arbeit im Landtag
Für Klubobfrau Margit Paul-Kientzl zeigt sich die Bedeutung GRÜNER Politik besonders in der täglichen Arbeit im Landtag. „40 Jahre GRÜNE Burgenland heißt auch 40 Jahre beharrliche politische Arbeit – in Gemeinden, im Land und gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Vieles, was heute selbstverständlich erscheint, musste einmal erkämpft und gegen Widerstände durchgesetzt werden.“
Ein Beispiel dafür ist die Frauenpolitik: Die Durchsetzung der Frauenhäuser im Burgenland war ein wichtiger Schritt, der gezeigt hat, was beharrliche politische Arbeit bewirken kann. Gleichzeitig stehen wir auch heute vor großen Herausforderungen. Gewalt gegen Frauen, fehlende finanzielle Unabhängigkeit, ungleiche Verteilung von Sorgearbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind nach wie vor politische Aufgaben.
Beim Schutz der Menschen, des Klimas, unserer Böden und unseres Wassers, beim Hitzeschutz in den Gemeinden und bei der Energiewende. Heute gehe es darum, diese Arbeit konsequent weiterzuführen, damit das Burgenland ein Land bleibt, in dem die Menschen gut leben können und das Leben leistbar bleibt.
Gerade diese Verbindung aus Haltung und konkreter politischer Arbeit mache die GRÜNEN Burgenland aus, so Paul-Kientzl: „Die GRÜNEN Burgenland sind seit 40 Jahren eine Mischung aus bodenständig und himmelhoch idealistisch, aus leise beharrlich und laut entschlossen, aus Dorfplatz und Stadtgrätzel – und genau diese Mischung wünsche ich mir auch weiterhin.“
40 Jahre GRÜNE Burgenland seien deshalb nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. „Wir haben viel erreicht. Aber gerade wenn wir sehen, was vor uns liegt, dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Wir wollen weiterhin kritisch sein, wenn es notwendig ist, hartnäckig bleiben, wenn es schwierig wird, und gemeinsam mit den Menschen Lösungen entwickeln“, so Paul-Kientzl.