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21.07.2022 Landtag

GRÜ­NE: Do­sko­zil muss beim Grund­was­ser­schutz ins Tun kom­men!

Petrik: Landeshauptmann Doskozils Bekenntnis zum Grundwasserschutz muss auch auf Bauprojekte wirken

„Es freut mich, dass Landeshauptmann Hans Peter Doskozil beginnt, sich mit unseren Kritikpunkten an den Plänen zur künstlichen Zuführung von Donauwasser aus Ungarn zu befassen. Wir haben neben den Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Neusiedler Sees immer auch auf die Problematik der Abhängigkeit von Ungarn hingewiesen“, stellt die Klubobfrau der GRÜNEN, Regina Petrik fest. Auch auf die Problematik der wasserintensiven Landwirtschaft und der übermäßigen Entnahme von Grundwasser weisen die GRÜNEN seit längerer Zeit hin. In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zur Bewässerungssituation im Jahr 2019 antwortete Landesrat Heinrich Dorner damals, man könne Beregnungsverbote aussprechen und man solle keine Panik verbreiten. Geschehen ist dann aber nichts. Das müsse sich schleunigst ändern, fordern die GRÜNEN.

 

„Wenn der Landeshauptmann sagt, er wolle hinsichtlich der Entwicklung des Grundwassers eine burgenländische Lösung, dann muss er auch so ehrlich sein und Projekte, die dem Grundwasser schaden könnten, hinterfragen“, mahnt Petrik. „Wenn etwa ein Krankenhaus errichtet wird, dann wird auch in die Tiefe gebaut und wenn das noch dazu ins Naturschutzgebiet auf die grünen Wiese gestellt wird, dann beeinflusst das wiederum den Grundwasserstrom. So führt es der WWF in seiner Stellungnahme zur Änderung des Golser Flächenwidmungsplans aus. Ich bin wirklich erfreut, dass sich Hans Peter Doskozil nun auch mit der Grundwassersituation im Seewinkel befasst. Aber auch hier gilt: das Land soll endlich die Entnahme besser regulieren, es darf aber auf der anderen Seite keine Projekte umsetzen, die den Grundwasserstrom negativ beeinflussen und damit neue Probleme schaffen. Die Politik der SPÖ muss in dieser Hinsicht endlich weitsichtiger in ihren Entscheidungen und in ihren Festlegungen werden,“ fordert Petrik zum Überdenken der Standortentscheidung für das neue Krankenhaus im Bezirk Neusiedl auf.

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

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