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04.02.2022 Landespartei

GRÜ­NE ge­den­ken At­ten­tat in Ober­wart

Petrik sieht Gesellschaft und Politik in der Pflicht

Am 5. Februar jährt sich das rassistisch motivierte Attentat von Oberwart zum 27. Mal. Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon wurden Opfer eines gezielten rassistischen Anschlags, einer heimtückischen Rohrbombe, die explodierte, als sie eine Tafel mit rassistischen Beleidigungen gegen Roma entfernen wollten. “Der Anschlag gegen die Volksgruppe der Roma im Jahr 1995 muss uns auch heute eine Mahnung sein, entschieden gegen jede Form von Rassismus in unserer Gesellschaft aufzutreten”, erinnert die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik.

Verbesserungen, aber noch keine Gleichstellung

Dieser Mord erschütterte das Burgenland bis ins Mark. Seither hat sich vieles zum Besseren verändert, Bewusstsein wurde entwickelt und die Roma als Volksgruppe offiziell anerkannt. “Im Blick auf die hundertjährige Geschichte unseres Bundeslandes müssen wir Burgenländerinnen und Burgenländer uns allerdings die Frage stellen, ob wir genug gegen rassistische Haltungen und Handlungen unternommen haben. Es ist nicht zu leugnen, dass Roma bis in die jüngste Geschichte hinein Diskriminierung und Herabwürdigung erlebt haben”, sieht Petrik noch keine Gleichstellung erreicht. So erfahren Roma und Romnja am Arbeitsmarkt immer noch Vorurteile und Zurückweisung.

“Wir müssen als Gesellschaft und Politik alle Bemühungen daransetzen, dass Rassismus bei uns keinen Platz hat und dass sich die Angehörigen aller Volksgruppen als gleichberechtigte Mitglieder unserer demokratischen Gesellschaft erleben”, mahnt Petrik.

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

christoph.gerhardt@gruene.at
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