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19.06.2023 Landespartei

GRÜ­NE: Kein drit­ter Busi­ness­park im Be­zirk Neu­siedl am See

GRÜNE warnen vor finanziellem und ökologischen Desaster

Über die Wirtschaftsagentur Burgenland wirbt das Land Burgenland in den Neusiedler Gemeinden um die Teilnahme am Businesspark Nickeldsdorf. Das wäre bereits der dritte nach Parndorf und Kittsee in diesem Bezirk und bedeutet, dass bis zu 83 ha Boden zusätzlich versiegelt werden. Die GRÜNEN warnen nun die umworbenen Gemeinden vor einem finanziellen und ökologischen Desaster, denn es wird mit falschen Zahlen operiert. “Uns als Gemeinde wurde mitgeteilt, dass der Businesspark 83 Hektar groß sein wird, in anderen Gemeinden ist von 78 Hektar die Rede. Im Feststellungsbescheid des Landes allerdings stehen 48 Hektar. Wir vermuten, dass eine UVP umgangen werden soll, indem man den Businesspark dann Stück für Stück auf über 70 Hektar erweitert”, warnt die GRÜNE Bezirkssprecherin und Gemeinderätin aus Winden, Margit Paul-Kienzl. Nach dem alten Gesetz ist eine UVP ab 50 ha verpflichtend.

"Wir sind Businesspark"

Problematisch sieht Paul-Kientzl auch die finanzielle Dimension: “Wir müssten in Winden dafür einen Kredit von über 300.000 Euro aufnehmen. Kommunalsteuer würden wir aber erst erhalten, wenn dieser Kredit abbezahlt ist. Das ist ein schlechtes Investment”, stellt die Gemeinderätin fest. Zum Vergleich: der Businesspark in Rudersdorf wirft nach Ende der Kreditraten jährlich 12.500 Euro ab. Nachsatz: “Der Bezirk Neusiedl braucht keinen Businesspark, wir sind schon Businesspark”.

Leerstand nutzen – Versiegelung stoppen!

Landessprecherin Regina Petrik verlangt, erst den reichlich vorhandenen Leerstand zu nutzen, bevor neu gewidmet wird. “Das Land will einen neuen Businesspark bauen und gleichzeitig haben wir eine Menge Leerstand, darunter im Bezirk Neusiedl etwa der riesige Frunpark bei Parndorf und ganz aktuell in Gattendorf”. Außerdem gäbe es genug bereits gewidmete Flächen, die jederzeit verbaut werden können. “Und erst wenn all diese Flächen und Gebäude benutzt sind und dann festgestellt wird, dass man neue Flächen braucht, erst dann darf überhaupt erst etwas genehmigt werden”, so Petrik weiter. Dort müsste dann allerdings nach den gleichen umweltfreundlichen Regeln gebaut werden, die jetzt auch für Supermärkte auf der Wiese gelten.

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

[email protected]
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