Grüner Protest Businesspark Kittsee
Keine Notwendigkeit für Erweiterung Businesspark Kittsee
Am Grenzort Kittsee soll der bestehende Businesspark erneut erweitert werden. Derzeit sind dort bereits 350.000 m2 Boden vernichtet und nun sollen weitere 140.000 m2 hinzukommen. “Hier wird unsere Lebensgrundlage zerstört. So gut wie jede Gemeinde hat schon einen eigenen Gewerbepark und ausreichend Einkaufsmöglichkeiten. Diese Idee eines Businessparks – und erst Recht eine Erweiterung – kommt um Jahre zu spät”, erklärt die GRÜNE Bezirkssprecherin Margit Paul-Kientzl.
Leerstand nutzen
Gleichzeitig wird in unmittelbarer Nähe weiter Boden vernichtet – etwa für das Logistikzentrum “Industrial Campus Gattendorf”. Für diese riesigen Lagerhallen werden knappe 100.000 m2 Boden zerstört. “Statt weiter unseren wertvollen Boden geradezu verschwenderisch zu zerstören, müssen die vorhandenen Flächen genutzt werden. Das Burgenland ist nicht nur trauriger Rekordhalter im Bodenverbrauch, wir haben mit über 600.000 m2 Verkaufsfläche mehr Einkaufsmöglichkeiten pro Kopf als jedes andere Bundesland”, ärgert sich der GRÜNE Naturschutzsprecher Wolfgang Spitzmüller. Und auch im Businesspark Kittsee steht etwa der Billa samt riesigem Parkplatz leer.
Erst gestern hat Landesrat Dorner sich erneut gegen eine Obergrenze bei der Bodenversiegelung ausgesprochen. Spitzmüller: “Es muss Schluss sein mit dieser Verschwendung unseres wertvollen Ackers. Die Landesregierung muss endlich eine verbindliche Obergrenze für den Bodenverbrauch beschließen, sonst können wir in wenigen Jahrzehnten kein einziges Lebensmittel mehr ernten. Das Schönreden der Businessparks ist reines Greenwashing und das muss auch klar so benannt werden”, stellt Spitzmüller fest.
Veranstaltungshinweis
Der GRÜNE Landtagsklub veranstaltet am 12. März von 16-20 Uhr im KUZ Eisenstadt eine Fachtagung zum Thema Flächenrecycling und Leerstandnutzung mit Fachleuten vom Brachflächendialog, Regio Plan. OSG und Umweltbundesamt. Anmeldung an [email protected]