Startworkshop
Klimaschulen
Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft: Klimaschulen im Bezirk Neusiedl am See mit kreativen Projekten
Mit Zug und Rad reiste die neue Klubobfrau Anja Haider-Wallner in Neusiedl an, wo am Dienstag (02. 10.) im Weinwerk das Schulprojekt „C2C-Cradle to Cradle: Kreislaufwirtschaft – keine Frage – die gibt’s bei uns nun alle Tage“ startete.
Schülerinnen und Schüler der BHAK und BHAS Frauenkirchen, des Gymnasiums Neusiedl und der Privaten Mittelschule Neusiedl am See haben sich für dieses Schuljahr ziemlich coole Projekte vorgenommen, die in Zusammenarbeit mit der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Neusiedler See – Seewinkel realisiert werden sollen.
Anja Haider Wallner: „In den beteiligten Schulen gibt es Projekte rund um Trinkflaschen, wo auf Plastikflaschen verzichtet werden soll. Die Schüler:innen überlegen sich dazu auch coole Sprüche und denken auch schon in Richtung Marketing, manche der Schüler:innen sind hier richtig kreativ und künstlerisch unterwegs. In den Schulen werden außerdem Hochbeete gebaut und es wird Flüssigseife für die wiederverwendbaren Seifenspender hergestellt, für die Toiletten an den Schulen.“
Cradle to Cradle (engl. „von Wiege zu Wiege“, sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“ – abgekürzt C2C) ist ein Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft. Materialien werden hierbei in „biologische und technische Nährstoffe“ eingeteilt, die in offenen bzw. geschlossenen Kreisläufen wieder in Naturprozesse (biologischer Kreislauf) oder ins Recycling (technischer Kreislauf) eingehen. Ein Produkt sollte dabei entweder nur auf „eine Nährstoffart“ zurückgreifen oder leicht in biologische und technische Nährstoffe getrennt werden können. Emissionen in die Umwelt sollen prinzipiell als Nährstoffe dienen.
„Was mir aufgefallen ist: Dass die Schüler:innen sehr motiviert sind und auch sehr überzeugend, dass sie die Dringlichkeit der Klimafrage erkannt haben und diese ja auch am eigenen Leib zu spüren bekommen. In Gesprächen mit Lehrer:innen hört man immer wieder, wie sehr sich die Situation verändert hat, dass es im Juni und im September in den Klassen viel zu heiß ist, weil unsere Schulen nicht dafür gebaut sind, um in diesen Hitzephasen genutzt zu werden.“
Hier gebe es klaren Handlungsbedarf, wenn auch mit Perspektive: „Es gibt viele Themen, wo man dran bleiben muss und wo einem bewusst wird, hier muss noch investiert werden, was sich dann auch auf die Bauwirtschaft auswirkt, denn der Anpassungsbedarf bei Gebäuden an den Klimawandel ist enorm hoch. Darin steckt ein großes Potential für die Wirtschaft,“ so Anja Haider-Wallner.