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05.01.2023 Landtag

Schluss mit der Schild­bür­ger-Ak­ti­on

Petrik an Doskozil: Schluss mit der Schildbürger-Aktion „Schiurlaubsgeschenke für jedes Schulkind“

Während in diesen Tagen aufgrund der hohen Temperaturen in traditionellen Schigebieten „Wandern statt Schifahren“ angesagt ist, hält die burgenländische SPÖ noch immer mit Begeisterung an ihrem Projekt „Schi und Urlaubsgeschenke für jedes Schulkind“ fest. Noch in der Landtagssitzung am 20. Oktober 2022 schwärmte SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich in der Debatte zu einem Dringlichkeitsantrag der GRÜNEN, in dem der Stopp dieser Aktion gefordert wurde, von der „Tradition, im Burgenland Schi zu fahren“ – eine Tradition, die auf genau zwei Schihängen im Burgenland praktiziert werden kann, die schon längst auf den Einsatz von Kunstschnee angewiesen sind.
Angesichts des eklatanten Schneemangels in der Hochsaison des Wintertourismus in nahezu allen Schigebieten Österreichs, fordern die GRÜNEN einmal mehr die Absage des Projekts „Schi und Urlaubspackages für jedes Schulkind“. Klubobfrau Regina Petrik (GRÜNE) sieht darin die Leugnung der Folgen des Klimawandels aus nostalgischen Gefühlen heraus und eine Verschwendung von Steuergeld. „Diese Aktion des Landeshauptmanns kostet sehr viel burgenländisches Steuergeld, das in die Ausübung einer Sportart gesteckt wird, die in Zukunft immer weniger ausgeübt werden kann. Mit dem Geld der Burgenländerinnen und Burgenländer werden durch die angekündigten Packages schwächelnde Wirtschafts- und Tourismusbetriebe in anderen Bundesländern unterstützt, statt die Sportausübung im eigenen Bundesland zu fördern. Das hat die Merkmale eines Schildbürgerstreichs: In Zeiten des Schneemangels könne man burgenländischen Politikern immer noch irgendwelche Schiurlaub-Packages andrehen. Die gute Beziehung zwischen Landeshauptmann Doskozil und Ex-ÖSV-Präsident Schröcksnadel macht es möglich und der Landeshauptmann hat ja reichlich Zugang zu Steuergeld“, ärgert sich Petrik und fordert nachdrücklich: „Diese Geschenksaktion mit Schi- und Urlaubspackages für jedes Schulkind muss endlich abgesagt werden. Es wäre sinnvoller, das dafür vorgesehene Geld in die Förderung von Sportarten zu stecken, die im Burgenland auch beim Anstieg der Temperaturen ausgeübt werden können. Auch die SPÖ muss die Auswirkungen des Klimawandels und die Konsequenzen für unser aller Alltagsleben endlich ernst nehmen.“

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

[email protected]
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